Höchste Ehren für Klaus Merz

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Beifall für den gerührten neuen, alten und geehrten Kommandanten: (von rechts) Klaus Merz, Bürgermeister Peter Diesch, Alfons C
Beifall für den gerührten neuen, alten und geehrten Kommandanten: (von rechts) Klaus Merz, Bürgermeister Peter Diesch, Alfons Christ, dahinter verdeckt Willi Dongus, Kreisbrandmeister Peter Frei, Rainer Pfisterer und Verbandsvorsitzender Berthold Rie (Foto: Klaus Weiss)
Schwäbische Zeitung
Klaus Weiss

Bei der Hauptversammlung der Bad Buchauer Feuerwehr sind Kommandant Klaus Merz und sein Stellvertreter Gerhard Blank für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von Klaus Merz mit dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold, mit die höchste Ehrung die einem Feuerwehrangehörigen ausgesprochen werden kann.

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Bad Buchau stand unter anderem die Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters an. Sichtlich überrascht war Kommandant Klaus Merz über die vielen „Feuerwehrpromis“, die der Ausschuss ohne sein Wissen eingeladen hatte. Neben den Feuerwehrangehörigen war fast der komplette Gemeinderat mit Bürgermeister Peter Diesch anwesend. Mit dabei auch Kreisbrandmeister Peter Frei und Ehrenmitglied Bernhard Jennen (Kreisbrandmeister a. D.) sowie Rainer Pfisterer vom Landratsamt Biberach. Vom Kreisfeuerwehrverband machten der Vorsitzende Berthold Rieger und Geschäftsführer Alfons Christ seine Aufwartung. Und vom Landesfeuerwehrverband konnte Merz dann auch noch Willi Dongus (ehem. Geschäftsführer) herzlich begrüßen.

Laudatio von Rieger

Kurz vor der Wahl, bei der es keine Gegenkandidaten gab, ergriff Merz noch einmal kurz das Wort und zeigte auf, warum er sich doch noch einmal entschlossen habe zur Wahl anzutreten. Er bot allen Feuerwehrkameraden an, falls einmal etwas nicht passen solle, sich direkt mit ihm zusammen zu setzen. Die Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis: bei 58 anwesenden Wahlberechtigten und 53 gültigen Stimmen erhielt Merz 49 Stimmen, (92,4 Prozent). Bei der Wahl des Stellvertreters erhielt Gerhard Blank von 54 gültigen Stimmen 54 Stimmen.

Sehr viel Engagement bescheinigte Kreisbrandmeister Frei dem wiedergewählten Kommandanten Merz. Frei freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter.

Erst danach wurde Merz bewusst, dass dies eine besondere Hautversammlung war: Verbandsvorsitzender Berthold Rieger hielt, flankiert von den „Feuerwehrpromis“ die Laudatio auf Klaus Merz. Neben seiner Tätigkeit als Kommandant war und ist Merz auch im Kreisfeuerwehrlöschverband (KFV) Biberach und im Landesfeuerwehrverband tätig. Merz, so Rieger, sei nun 39 Jahre in der Buchauer Wehr, war fünf Jahre stellvertretender Kommandant und ist nun seit 25 Jahren Kommandant, stellvertretender Kreisbrandmeister, Kreisausbilder, langjähriger Kreisjugendwart, lange Jahre Verbandsvorsitzender im KFV und nun dort Ehrenvorsitzender, Mitglied im Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes und Gründungsmitglied der Buchauer Jugendfeuerwehr von 1979, aus dessen Reihen Merz in die aktive Wehr eintrat.

Rieger zählte die vielen Auszeichnungen auf, die der leitende Hauptbrandmeister Merz bisher erhalten hatte auf. Nun gebe es nur noch eine Ehrung als Steigerung nach oben, so Rieger: Das „Deutsche-Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold“. Selten sah man Klaus Merz so sprachlos und gerührt. Er habe die Ehrung sicher verdient, so Dienstherr und Bürgermeister Peter Diesch.

Glücksfall für die Wehr

Minutenlange stehende Ovation der Versammlung drückten den Stellenwert der Ehrung aus. Stellvertreter Gerhard Blank und der Ausschuss hatten danach noch eine Präsentation mit Bildern aus der Feuerwehrlaufbahn von Klaus Merz auf Lager und überraschten noch mit einem Ölbild des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Die Schlussworte kamen von seinem Stellvertreter Blank, der Merz als einen Glücksfall für die Bad Buchauer Feuerwehr bezeichnete. Mehr als die Hälfte seines bisherigen Lebens habe Merz Führungspositionen in der Wehr inne und die Wehr sei stolz und froh, so einen engagierten Kameraden zu haben.

Er sei „nur“ der Kommandant in dem Räderwerk der Feuerwehr, so Merz „und ohne Euch bin ich eigentlich nichts. Nur gemeinsam sind wir stark“, so Merz zu den anwesenden Mitgliedern.

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