Großartiger Klang füllt die Stiftskirche

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 Die Musiker der Bad Buchauer Stadtkapelle gaben ein klangvolles Kirchenkonzert.
Die Musiker der Bad Buchauer Stadtkapelle gaben ein klangvolles Kirchenkonzert. (Foto: Rundel)
Gerhard Rundel

Ein klangvolles Kirchenkonzert hat die Stadtkapelle Bad Buchau am Sonntagabend in der Bad Buchauer Stiftskirche gegeben. Mit festlicher Musik haben die Musiker die Besucher wunderbar auf die besinnliche Weihnachtszeit eingestimmt.

Mit der festlichen Musik „Zwei Krönungsintraden“ haben die rund 45 Musiker um Dirigent Klaus Widder das Konzert in der vollen Stiftskirche eröffnet. Im Stil einer typischen barocken Festmusik erklangen die Intraden als Maestoso, Poco Allegro sowie der zweite Satz im Allegro-und das mit wunderbarem Klang. Beim Oberstufenwerk „Johannes Gutenberg“ beschrieb Komponist Otto M. Schwarz musikalisch das Schaffen und Wirken Gutenbergs, der im 15. Jahrhundert den revolutionären Druck mit beweglichen Lettern erfand. Eine quirlige sechzehntel- Septole der Holzbläser eröffnete das Werk, bevor die folgenden aufregenden Triolen von markanten Trompetensignalen unterbrochen wurden. Eindrucksvolle langsame schwere Musik wechselte sich mit rhythmischen, leicht wirkenden flotten Klängen ab. Die Holzbläser waren bei vielen technisch anspruchsvollen Teilen besonders gefordert. Ein wunderbares Altsaxophon-Solo spielte Birgitta Schirmer bei „Burlesca Romantico“, das in dieser mitreißenden Komposition in einen schönen Choral mündete. „Music from How To Train Your Dragon“, Freddie Mercurys „Made in Heaven“ und das berührende „Dono Nobis Pacem“ waren weitere klangvoll dargebotene Musikstücke beim Konzert.

Mächtiges Klangvolumen

Begleitet von der jungen Organistin Juliane Widder ließ Alexander Hohl das schön gespielte viersätzige „Concerto für Posaune und Orgel“ von Georg Friedrich Händel von der Empore aus in den Kirchenraum klingen. Das „Präludium & Fuge in g-Moll“ von Johann Sebastian Bach präsentierte Juliane Widder als Solistin. Mit mächtigem Klangvolumen ließ die technisch versierte Organistin die Königin der Instrumente meisterhaft erschallen.

Vikar Josef Laupheimer brachte mit einigen Gedanken zum Advent besinnliche Abwechslung in die Konzertstunde. Mit der Filmmusik „Prairie Moon“ beendete die Stadtkapelle ein sehr geklungenes Konzert. Das mit ausgewogenem Klangbild aufspielende Orchester beeindruckte durch gute Intonation, exaktes Spiel und disziplinierte Dynamik. Am Ende stimmten Orchester und Besucher beim gemeinsamen Finale das Lied „Macht hoch die Tür“ an.

Vorsitzender August Sandmaier sagte am Ende sinngemäß: „Wir würden uns freuen, wenn wir mit unserer Musik etwas für ihren inneren Frieden in diesem Advent tun konnten“. Es gehe aber auch ein denkwürdiger Abend zu Ende, sagte Sandmaier. Nach 13 Jahren als Dirigent der Stadtkapelle habe Klaus Widder heute sein letztes Konzert dirigiert. Die offizielle Verabschiedung und Stabübergabe an Sabine Götze findet beim Kurkonzert am 11. Januar im Kursaal statt.

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