Gebhard Briem erhält die Ehrenmedaille in Silber

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Tolles Vorbild: Gebhard Briem (rechts) erhält aus der Hand von Feuerwehrverbandschef Berthold Rieger die Ehrenmedaille in Silber
Tolles Vorbild: Gebhard Briem (rechts) erhält aus der Hand von Feuerwehrverbandschef Berthold Rieger die Ehrenmedaille in Silber. (Foto: KLAUS WEISS)
Schwäbische Zeitung
Klaus Weiss

Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen hat es bei der Hauptversammlung der Bad Buchauer Feuerwehr gegeben. Bei 101 Einsätzen im Jahr 2017 leistete die Einsatzabteilung 2224 Einsatzstunden.

Kommandant Klaus Merz konnte die zahlreich anwesenden Mitglieder der Gesamtwehr, Jugendfeuerwehr und Altersabteilung und auch viele Ehrengäste begrüßen. Aus Kanzach und Oggelshausen waren ebenfalls Abordnungen der Feuerwehr gekommen, genauso Vertreter von Polizei und DRK-Bereitschaft Bad Buchau.

Die Einsatzabteilung hat derzeit 78 Angehörige. Insgesamt wurde die Wehr im vergangenen Jahr zu 101 (2016: 120) Einsätzen gerufen. Dabei fielen 2224 Einsatzstunden an (2016: 3749). Merz hielt einen Rückblick auf 2017, blickte aber auch schon vorsichtig in die Zukunft und bedankte sich bei der Stadt für die Zustimmung der Kostensteigerung beim Neubau der Fahrzeughalle. Sie sei zwar etwas teurer, aber die Abrechnung der Baukosten lasse Hoffnung aufkommen. Durch die Eigenleistungen der Feuerwehrangehörigen mit rund 1000 Stunden hätten doch um die 50 000 Euro eingespart werden können.

Merz bedankte sich bei allen für die mehr als gute Zusammenarbeit in der Wehr. Stellvertretend für alle Helfer nannte er Wolfgang Dreher. Gegenüber Bürgermeister und Kreisbrandmeister brachte Merz den Wunsch an, in absehbarer Zeit Fördermittel für einen Lehrsaal/Führungsgruppenraum bereit zu stellen. „Ein Kommandant“, so Merz, „ist nur so gut wie seine Mannschaft.“ Und alle hätten dazu beigetragen, dass die Buchauer Feuerwehr sehr gut da stehe.

Den Jahresbericht der Einsatzabteilung umriss Schriftführer Michael Briem, angereichert mit Bildern von größeren Einsätzen wie den Remisenbrand in Oggelshausen oder den Flächenbrand beim Henauhof. Für die Jugendfeuerwehr übernahm Florian Merz das Mikrofon und zählte die Höhepunkte von 2017 auf. Florian Merz sagte danach der Jugendfeuerwehr ade, da er nun in die Einsatzabteilung übernommen wurde.

„Wir sind Feuer und Flamme für unsere demenzkranken Menschen“, ist der Slogan bei der Buchauer Wehr. Demenzlotse Michael Wissussek bedankte sich für die tolle Initiative. Mit dieser Aussage, so Wissussek, stehe die Buchauer Wehr landesweit für die präventive und menschliche Versorgung von Menschen mit Demenz im Einsatz ein. Im Mai finde dazu der erste Runde Tisch der Demenzlotsen in der Sana-Klinik statt.

Pfarrer Markus Lutz gab Einblick in die Arbeit der Notfallseelsorger, die mehr als 130 Einsätze im Kreis Biberach bewältigen mussten und dringend Mitarbeiter im Team suchen. Nach den Regularien und einstimmigem Beschluss der Mitglieder konnte Bürgermeister Peter Diesch den Vorstand entlasten. Diesch nutzte die Gelegenheit, der Feuerwehr Buchau Dank, Respekt und Anerkennung auszusprechen: „Wir wissen, was wir an euch haben und sind stolz auf euch.“ Diesch überreichte zudem die Autoschlüssel des neuen Kommandowagens an Klaus Merz, nicht ohne einen kleinen Seitenhieb auf eine Nachbarfeuerwehr: „Wir brauchen keinen Q 5, der Astra ist auch gut.“

Bei den Ehrungen (siehe Kasten) durfte Gebhard Briem, der seit 1975 Mitglied der Wehr ist, die Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbands in Empfang nehmen. Briem ist seit 25 Jahren Gerätewart, maßgeblich am Aufbau der Jugendfeuerwehr beteiligt und war 14 Jahre lang Leiter der Jugendfeuerwehr, außerdem Gruppenführer, Kreisausbilder für die Jugendwarte und für die Motorsägenausbildung – kurzum: ein tolles Vorbild für die Feuerwehrjugend.

Humorvoll listete der ehemalige Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands, Willi Dongus, zum Schluss wichtige Eigenschaften eines Kommandanten auf, der wohl bei seinen vielen Aufgaben von Bau- und Finanzwesen bis zur Feuerwehrseelsorge vor allem keine Freizeit brauche außerhalb Familie, Firma und Feuerwehr. Wahrlich, bei Kommandant Merz hat Dongus weitgehend ins Schwarze getroffen.

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