Gabelzünfte erhalten die VFON-Standarte

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VFON-Präsident Reinhard Siegle (am Rednerpult) übergab die Standarte feierlich an die Gabelzünfte.
VFON-Präsident Reinhard Siegle (am Rednerpult) übergab die Standarte feierlich an die Gabelzünfte. (Foto: KLAUS WEISS)
Klaus Weiss

Die Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON) hat den vier Gabelzünften als Ausrichter des VFON-Ringtrffens gemäß ihrer Tradition ihre Standarte überreicht. Gleichzeitig wurde am Wochenende in Bad Buchau mit großen Spektakel der Narrenbaum aufgestellt.

Bevor die Gabelzünfte Bad Buchau, Dürmentingen, Ertingen und Heudorf das Ringtreffen abhalten konnten, musste zumindest ein Narrenbaum auf dem Marktplatz stehen – und noch wichtiger war die Überreichung der VFON-Standarte, die sich seit dem letzten Ringtreffen vor einem Jahr in Ostrach befand. Die Zunftbüttel etlicher Narrenzünfte eröffneten das gut besuchte Spektakel auf dem Marktplatz. Aus allen Seitenstraßen strömten die Maskenträger, ihre Zunftspitzen, die Bürgermeister und je ein Vertreter der Gabelzünfte mit der metallenen Gabel. Musikalisch wurde der Sternmarsch von der Bad Buchauer Stadtkapelle, den Schalmeien aus Dürmentingen und den „Jungen Wilden“ aus Ertingen begleitet.

Nach dem VFON-Präsidium und dem Ostracher Zunftmeister mit der Standarte traf auch die Narrenschar der OHA-Zünfte mit dem Narrenbaum ein. Während die OHA-Narren den Baum vorbereiteten, erklärte der Moorochsenbüttel in seiner Bekanntmachung den Beginn des Ringtreffens. Zunftmeister Uwe Vogelgesang begrüßte die Narrenschar und die vielen Zuschauer, bevor VFON- Präsident Reinhard Siegle die Worte an die Narren richtete – auf Schwäbisch und in Versform: „Bevor das Fescht fängt an zu beba, müss mr no d’ Standarte übergeba. Oi Johr lang hot se Ostrach g’hegt, doch heit do müsst ihr Abschied nehme ond die Fahna weitergeba.“ Ehrenzunftmeister Edgar Holz aus Heudorf stand die ehrenvolle Aufgabe zu, die Standarte in Empfang zu nehmen und auch bei den folgenden Veranstaltungen zu tragen.

Inzwischen war der Narrenbaum zum Aufrichten hergerichtet und dank der neuen Baumhalterung war dies kein großes Hexenwerk. Sogar für ein kleines Vesper zwischendurch hatten die OHA-Narren Zeit, die als Baumaufsteller fungierten. Zum Abschluss erklang das Ringlied, das von den „Jungen Wilden“ intoniert wurde. Danach machte sich die Narrenschar auf den Weg zur Stiftskirche zum ökumenischen Gottesdienst „50 Jahre VFON“.

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