„Freunde der Bachritterburg“ haben einen neuen Vorstand

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 Die alte und neue Führung der Freunde der Bachritterburg (von links): Helmut Wuttge, Bianca Pfirrmann, Karl Leins, Alexander Ha
Die alte und neue Führung der Freunde der Bachritterburg (von links): Helmut Wuttge, Bianca Pfirrmann, Karl Leins, Alexander Haas, Herbert Herwanger, Klaus Schultheiß, Markus Single, Ursula Wuttge, Simon Paintner-Frei, Roswitha Milbradt, Trudi Wuttge. (Foto: Brigitte Braun)
Schwäbische Zeitung

Einen ungewöhnlichen, von allen Beteiligten aber auch so gewollten Ausgang nahm die Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Freunde der Bachritterburg“ in der Burgschänke der Bachritterburg. Am Ende der Versammlung hatte der Verein eine komplett neue Führungsriege bekommen.

Bereits in ihren Begrüßungsworten kündigte die Vorsitzende Roswitha Milbradt-Hoff an, dass sie die Versammlung letztmalig leiten werde: Irgendwann sei es einfach an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen, so die Worte der ersten Vorsitzenden.

Nach dem Verlesen des Protokolls der vorjährigen Hauptversammlung durch Schriftführer Herbert Herwanger und dem Kassenbericht des Kassierers Karl Leins schilderte die Vorsitzende den Verlauf der diesjährigen Saison, wobei sie die einzelnen Veranstaltungen mit bewertenden Kommentaren versah. Abschließend bedankte sie sich bei ihren Vorstandskollegen für deren Unterstützung. Nach ihrem Bericht entlasteten die anwesenden Mitglieder auf Vorschlag von Bürgermeister Schultheiß die Vorstandschaft einstimmig.

Da klar war, dass keiner der bisherigen Vorstandsmitglieder erneut für ein Amt kandidieren wollte, war man auf die anschließenden Neuwahlen sehr gespannt, stürzte doch eine solche Situation so manchen Verein in der Vergangenheit in eine tiefe Krise.

Die von Bürgermeister Klaus Schultheiß geleiteten Neuwahlen verliefen dank der guten Vorarbeit der Vorsitzenden problemlos. Für jedes Vorstandsamt fand sich ein Kandidat bzw. eine Kandidatin. Gewählt wurden Uschi Wuttge als neue Vorsitzende, Markus Single als Stellvertreter, Manuela Köhler als neue Schriftführerin und Simon Paintner-Frei als neue Kassiererin.

Unverzichtbarkeit der Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis

Die Vorstandschaft komplettieren die als Beisitzer neu gewählten Bianca Pfirrmann, Helmut Wuttge und Alexander Haas. Die Kassenprüfer Alfred Nuber und Michael Kopf wurden jeweils in ihrem Amt bestätigt.

Uschi Wuttge nutzte die Gelegenheit zu einer Darstellung ihrer Beweggründe für die Kandidatur und ihrer Vorstellungen über die künftige Vereinsarbeit. Sie betonte dabei die Unverzichtbarkeit der Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis.

Ohne die unentgeltlich erbrachten Arbeiten könne eine kleine Gemeinde wie Kanzach den finanziellen Aufwand kaum stemmen. Wuttge führte weiter aus, dass sie im Sinne einer positiven Zukunft für die Bachritterburg alle Freunde der Bachritterburg, insbesondere aber auch solche Personen zur Mitarbeit einladen wolle, die sich schon in der Vergangenheit maßgeblich für das Projekt Bachritterburg engagiert haben.

Mit kleinen symbolträchtigen Geschenken, die sie an die speziell von ihr Angesprochenen verteilte, verlieh sie diesem Wunsch nochmals Nachdruck.

Der neu gewählte stellvertrtetende Vorsitzende Markus Single betonte in seiner Antrittsrede, dass ihm das Schicksal der Bachritterburg sehr am Herzen liege, schließlich sei er als Darsteller bei den „Reisecen“ der wohl älteste „Möchtegern-Burgherr“ der Bachritterburg. Aus seiner Sicht als Ritterdarsteller sei es ihm wichtig, dass das Projekt Bachritterburg weiter existiere. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Führungsteam der Bachritterburg.

Museumsleiter Simon Painter-Frei dankte Roswitha Milbrath-Hoff für ihre Tätigkeit als Vorsitzende und überreichte ihr als Zeichen des Dankes einen Blumenstrauß. In seinen Dankesworten führte Paintner-Frei aus, dass er vor dem Engagement der bisherigen ersten Vorsitzenden Ehrfurcht habe. Als Kompliment gemeint fügte er an, dass es wenig Menschen geben würde, mit denen man so gut streiten kann wie mit der Roswitha. Er hoffe, dass sie auch weiterhin einen Teil ihrer nunmehr gewonnenen freien Zeit in der Burg verbringen werde. Milbradt-Hoff bestätigte diese Hoffnung durch die Antwort, dass sie weiterhin in irgendeiner Weise im Burgteam mitarbeiten werde.

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