Flötenmusik aus Händels Zeit

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Das Ensemble Ensemble Musica ex tempora besteht aus (von links) Mikhail Antipov (Violoncello), Vasily Antipov (Barocklaute) und
Das Ensemble Ensemble Musica ex tempora besteht aus (von links) Mikhail Antipov (Violoncello), Vasily Antipov (Barocklaute) und Asia Safikhanova (Traversflöte). (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Sonaten für Traversflöte aus der Zeit von Georg Friedrich Händel bringt das Ensemble Musica ex tempora am Sonntag, 15. April, in der Evangelischen Kirche Bad Buchau zum Klingen. Das Konzert mit Originalen und Bearbeitungen beginnt um 17 Uhr.

Die Querflöte war den größten Teil des 17. Jahrhunderts über ein ländliches und häusliches Blasinstrument – ein Symbol zarter Emotionen und vor allem der Liebe. Die D-Dur-Sonate HWV 378 ist die einzige erhaltene Originalkomposition Händels für Traversflöte und Basso continuo. Alle anderen bekannten Sonaten sind mehr oder weniger vollständige Transkriptionen von Stücken für Oboe oder Violine oder von Opernarien. Die Bearbeitungen für Flöte, die bei dem berühmten Londoner Verleger John Walsh ausschließlich aus kommerziellem Interesse gefertigt wurden, bilden seit dem 19. Jahrhundert einen nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des Repertoires. Musikalisch sind die Sonaten alle anspruchsvoll und werden daher in einem Atemzug mit den besten der Epoche genannt: Couperin, Leclair, Vivaldi und Telemann. Im Gegensatz zu ihrer Begleitfunktion in der Bühnenmusik Nordeuropas, wird der Flöte bei Händel die Rolle einer Vokalistin, gar der konzertierenden Virtuosin, zugewiesen.

Das Ensemble Musica ex tempora setzt sich zusammen aus: Asia Safikhanova (Traversflöte), Vasily Antipov (Barocklaute) und Mikhail Antipov (Violoncello).

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