Fetzige Passagen, jugendlicher Sound

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Josef Aßfalg

Mit Schwung und Begeisterung haben die Jugendlichen der Gemeinschaftsjugendkapellen Young Harmonie und Federsee Five am Samstagabend im Kurzentrum Bad Buchau einen bunten Querschnitt durch ihr Repertoire gezeigt. Fetzige Passagen, jugendlicher Sound und saubere rhythmische Aspekte, zeugten von intensiver Detailarbeit und Freude am gemeinsamen Musizieren.

„Achtzig Jugendliche – Zwei Orchester – Eine Bühne“, stand auf dem Programmblatt und war der Leitgedanke, mit dem sich die beiden Orchester in die Herzen der Zuhörer spielten. Dirigentin Anja Kapitel startete mit Young Harmonie, Jugendliche aus den Musikvereinen Ingoldingen, Stafflangen und Steinhausen-Muttensweiler, in den Abend. Erstes Stück: die Impression „Zauberland“ von Kurt Gäble. Gäble schildert in diesem Werk seine Eindrücke vom Beginn eines Tages an einem Sonntagmorgen.

Glitzernde Outfits und zeitlose Melodien – das ist ABBA. Das Musical-Medley „Mamma Mia“, arrangiert von Robert Longfield, enthält einige Titel der schwedischen Popgruppe, die vom 39-köpfigen Ensemble begeistert wiedergegeben wurden. Nach den Werken „Arabische Tänze“ (Roland Barrett) und „A Disney March Spectacular“ (Ted Ricketts) wechselte die Bühne.

Federsee Five – bestehend aus Jugendlichen der Musikvereine Bad Buchau, Betzenweiler, Dürnau, Oggelshausen und Tiefenbach – begann im zweiten Teil des Konzertes, unter der Stabführung von Mona Storrer mit dem Medley „Coldplay Classics“. Dann „Apollo 11“: Von den 45 Buben und Mädchen hervorragend interpretiert, vermittelt Otto M. Schwarz in seiner Komposition eine musikalische Rückblende auf das historische Ereignis der Mondlandung vor 50 Jahren. Interessante Passagen für die einzelnen Register sind in „Can’t Stop the Feeling“ von Justin Timberlake, ein Hit in den Pop-Charts mit eingängiger und fröhlicher Melodie, enthalten.

Beide Orchester verschmolzen nach der Pause zu einem Ensemble und wurden von Kapitel und Storrer abwechselnd dirigiert. Mit 84 Akteuren war die Bühne dann gut gefüllt. Nach der Arie „Bist du bei mir“ von J. S. Bach, tauchten die Musiker mit dem Webber-Musical „Das Phantom der Oper“ ein in die Welt des Musicals. „Ab in die Disco“, sagte Ansager Leon Winkler, als er das Pop-Medley „Party Dance Mix“ (Paul Murtha) mit den bekannten und aktuellen Hits ankündigte. Den Abschluss bildete das gefällige Konzertwerk „Musik ist meine Welt“ von Kees Vlak. Ohne zwei Zugaben, von den rund 330 Besuchern mit nicht enden wollendem Beifall erklatscht, durften die beiden Ensembles nicht von der Bühne.

Souveräne Dirigentinnen

Celin Bohlender, Silas Mayer, Benedikt Schmidberger und Leon Winkler, führten informativ durch das Programm. Guter Klang, saubere Intonation und eine ausdrucksstarke, bis zum Pianissimo führende Dynamik, das waren die Attribute, die die beiden Klangkörper auszeichneten. Die Jugendleiterinnen Melanie Welte (Steinhausen-Muttensweiler) und Julia Lutz (Dürnau) dankten den souverän leitenden Dirigentinnen mit einem Präsent und lobten die Unterstützung der einzelnen Musikvereine für das Konzertprojekt.

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