Federseemuseum: Ziel für 2019 ist eine schwarze Null

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2019 soll das Federseemuseum Bad Buchau wieder aus den roten Zahlen kommen. Das geht aus dem aktuellen Haushaltsplan hervor. „Im laufenden Jahr ist auf jeden Fall eine schwarze Null zu erwarten“, kommentierte Bürgermeister Peter Diesch und sprach von einer „entspannten Situation“.

Im vergangenen Jahr hat die finanzielle Schieflage des Federseemuseums im Gemeinderat für Diskussion gesorgt. In der Folge haben Stadt und Altertumsverein einen neuen „Vertrag über die Verwaltung des Federseemuseums“ beschlossen. Hier ist zum einen die Einrichtung eines Betriebsausschusses als Kontrollorgan mit Mitgliedern des Gemeinderats geregelt, zum anderen ist festgeschrieben, dass der Haushaltsplan des Museums einer Zustimmung des Gemeinderats bedarf.

Bürgermeister Peter Diesch erläuterte die Zahlen für 2019 denn auch in öffentlicher Sitzung. Die Einnahmenseite sei „eher zurückhaltend“ und „vorsichtig kalkuliert“ worden, die Ausgabenseite großzügiger dargestellt. Insgesamt setzt das Museum für 2019 Ausgaben in Höhe von 300 000 Euro an. Den Großteil davon nehmen die Personalkosten mit einer Höhe von 211 000 Euro ein.

Den Ausgaben stehen Einnahmen in derselben Höhe gegenüber. 2019 kommt dem Museum hier erstmals der Personalkostenzuschuss des Landesamts für Denkmalpflege für die Museumsleiterstelle in voller Höhe, insgesamt 40 000 Euro, zugute.

Zudem rechnet das Museum mit insgesamt 117 700 Euro Eintrittsgeldern. Auch hier habe man „eher vorsichtig gerechnet“ und sich an den Zahlen aus dem Jahr 2015 orientiert. So werden bei den Einzelbesuchern 48 600 Euro aus regulären Eintrittsgeldern (das sind 8100 Besucher) und 18 500 Euro aus ermäßigten Eintrittsgeldern (3700 Besucher) angesetzt. Für 2019 rechnet das Museum mit 11 000 Einnahmen durch Schülergruppen (4400 Besuchern), weitere 11 000 Euro durch anderen Besuchergruppen (das sind 2200 Besucher) und 27 000 Euro durch Familien (7200 Besucher). 500 Euro erwartet das Federseemuseum aus dem Verkauf von Jahreskarten, 600 Euro aus dem Verkauf von Kombikarten.

Wetter ist die große Unbekannte

Der Haushaltsplan geht zudem von 35 000 Euro Einnahmen durch Führungen und Projekte aus. Insgesamt werden für Dienstleistungen 44 000 Euro angesetzt. Der Verkauferlös von Waren aus dem Museumsshop ist mit 35 000 Euro angegeben.

Bei allen diesen Summen handelt es sich freilich um bloße Planzahlen. Gerade das Wetter habe sich in der Vergangenheit als große Unbekannte in dieser Rechnung erwiesen, so Diesch. Der Betriebsausschuss habe den Haushaltsplan bereits verabschiedet, informierte der Bürgermeiter das Gremium. Stadtrat Thomas Bürker, selbst Mitglied im Betriebsausschuss, bewertete die Zahlen als nachvollziehbar und blickte auf das Jubiläum „100 Jahre Federseemuseum“ in diesem Jahr. Was hier geplant sei, klinge vielversprechend und trage sicher zur Attraktivität bei. Stefan Feurle mahnte dagegen eine fehlende Akkuratesse bei der Haushaltsführung an. Mit einer Enthaltung von Charlotte Mayenberger stimmte das Gremium dem Haushaltsplan des Federseemuseums zu.

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