Falsche Polizisten gehen leer aus

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 Die Polizei gibt Tipps, wie man Betrügern nicht auf den Leim geht.
Die Polizei gibt Tipps, wie man Betrügern nicht auf den Leim geht. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Masche „Falscher Polizist“ reißt nicht ab. Drei Anzeigen verzeichnete die Polizei in Bad Schussenried am Dienstag. Zwischen 12.30 und 13.50 Uhr erhielten ältere Menschen Anrufe. So auch eine 69-Jährige aus Bad Buchau. Ein angeblicher Polizist erzählte ihr von Einbrüchen in der Nachbarschaft und von Festnahmen der Täter. Bei ihnen sei ein Notizblock mit dem Namen und der Anschrift der Angerufenen gefunden worden. Üblicherweise stellen die Betrüger danach die Frage nach Geld und Schmuck. Den wollen sie dann entgegennehmen und sicher vor Einbrechern aufbewahren. Soweit kam es in diesem Fall nicht einmal, weil die Frau den Betrüger fragte, weshalb seine Nummer nicht angezeigt werde. Daraufhin habe der Unbekannte aufgelegt. Auch die anderen beiden Angerufenen reagierten richtig, sodass die Gespräche nach kurzer Zeit endeten.

Um sich vor der Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder aushorchen. Legen Sie den Hörer auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint.

Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen.

Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer. Achtung: Betrüger können diese Nummern manipulieren. Die Polizei verwendet die 110 nicht für Anrufe.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Sprechen Sie nicht am Telefon über ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.

Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion.

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