Erschließung des Möwenwegs könnte günstiger ausfallen

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Die Baurechtsnovelle erleichtert Kommunen die Ausweisungen neuer Bauplätze.
Die Baurechtsnovelle erleichtert Kommunen die Ausweisungen neuer Bauplätze. (Foto: Jens Büttner/DPA)

Durch die Änderung des Baugesetzbuchs verspricht sich die Stadt Bad Buchau eine Erleichterung bei der Ausweisung neuer Bauflächen. Für das neue Baugebiet im Möwenweg könnten sich so für die Stadt klare Vorteile ergeben – auch finanzieller Art, erläuterte Hauptamtsleiter Helmut Müller nun in der vergangenen Ratssitzung.

Vergünstigungen im „höheren sechsstelligen Bereich“ verspricht sich der Buchauer Hauptamtsleiter Helmut Müller von der Novelle des Baugesetzbuchs. Demnach er geben sich unter bestimmten Bedingungen Erleichterungen bei der Ausweisung neuer Baugebiete. So sei bei der Aufstellung des Bebauungsplans auch im Außenbereich ein beschleunigtes Verfahren möglich. Dadurch entfalle der Umweltbericht, der die Auswirkungen der geplante Bebauung auf die Umwelt überprüft. Auch von den Augleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft würde die Kommune in diesem Fall befreit. Damit benötige die Stadt auch keine Ökopunkte, um den Eingriff auszugleichen, antwortete Hauptamtsleiter Müller auf Nachfrage von Stadtrat Stefan Hohl.

Allerdings gebe es zu diesem Punkt noch keine explizten Verwaltungsvorschriften, griff Müller den Einwurf von Klaus Schultheiß auf. Zudem gebe es für die kurzerhand beschlossene Änderung des Baurechts starken Gegenwind von den Naturschutzverbänden, sagte Müller und verwies dabei auf die Haltung des Landratsamts. Landrat Dr. Heiko Schmid hatte sich beim Festakt zum 30-jährigen Bestehen des Nabu-Naturschutzzentrums äußerst kritisch zur Baurechtsnovelle geäußert. Eine weitere Folge: Die Architekturbüros seien seit der Gesetzesänderung „total überlastet“, so Müller.

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