Endlich erklingt wieder das Moorochsenlied

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Die drei Stammtischler Chris Günther, Markus Glaser und Andreas Diehm brachten das Neueste aus Stadt und Land zu Gehör.
Die drei Stammtischler Chris Günther, Markus Glaser und Andreas Diehm brachten das Neueste aus Stadt und Land zu Gehör. (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

Mit dem traditionellen Krautnudelessen begann auch in Bad Buchau am 11.11. exakt um 11 Uhr 11 die sogenannte fünfte Jahreszeit. Die Narrenzunft Moorochs hatte zum Auftakt des Fasnetsauftakt ins Kurzentrum geladen und vielen Gästen, darunter auch einige hochkarätigen Promis, aber auch „normale“ Freunde und Gönner der Zunft, einige närrische Stunden geboten.

Mit Büttel und Zunfträten eröffnete Zunftmeister Uwe Vogelgesang nach dem Einzug die Fasnet in Bad Buchau. Zwar beginnt die Fasnet genaugenommen erst an Dreikönig, aber die Gäste waren der Meinung, dass man die Feste feiern müsse, wie sie fallen. Und das Krautnudelessen war ein gegebener Anlass für den Start in die fünfte Jahreszeit, um somit die Wartezeit bis Dreikönig wenigstens etwas zu verkürzen. Der Zunftmeister legt Wert darauf, dass dies keine Fasnetsveranstaltung sei, höchstens der Auftakt zur Fasnetsvorsaison. Aber die Gästeschar war auf Fasnet eingestellt, was aber auch angesichts der Saaldekoration nicht schwer fiel, und die Moorochsenhymne wird ja nicht an Weihnachten, sondern eben in der Fasnet angestimmt.

Mit dem Krautnudelessen wolle die Narrenzunft, so der Zunftmeister, allen Gönnern und Freunden der Moorochsen einfach einmal Danke für ihre Mitwirkung und Unterstützung sagen. Michael Wissussek stimmte gleich dazu das Moorochsenlied und dabei wurde kräftig mitgesungen und geschunkelt, egal ob Fasnetsanfang oder nicht. Als oberster Dienstnarr erfreute Bürgermeister Peter Diesch die Besucher mit einer zum Teil frivolen Bütt, die aber auch nachdenkliche Seiten zeigte. Zumindest die Dame, die im neuen Gewerbegebiet, einen Betrieb für das horizonatale Gewerbe errichten wollte, fand beim Schultes Gehör, schließlich sei das für Buchau Fremdenverkehr.

Nicht weniger lustig und nachdenklich war die Bütt von Geschäftsführer Walter Hummler, der die Problematik von Wasserkraft, Windkraft, Atommeiler und Stromleitungen als Streitpunkt sah. Natürlich will jeder alles haben, aber nicht in seiner Region. Hart ins Gericht ging Hummler dann mit der „neuen Heiligen Greta“ ins Gericht. Die Welt wolle die Lichtgestalt aus Schweden retten, und merke dabei nicht, dass sie sich ihre Kindheit selbst zerstöre. Dankes- und Grußworte von der VFON überbrachte Vizepräsident Gerhard Fetscher. Er bedankte sich bei den vielen Helfer und den Gabelzünften für die gute Ausrichtung des Ringtreffens in Bad Buchau.

Der Bundestagsabgeordnete Josef Rief sang seine Büttenrede zu der Melodie von „Es steht eine Mühle im Schwarzwaldtal“. Für Rief war es dabei klar dass die Narrenzunft Moorochs die schönste vom ganzen Land, ja vom ganzen Land sei. Einfach „ebbes“ sagen lag dem ehemaligen Moorochs Ulli Röschner am Herzen. Mit „Ebbes“ konnte Röschner vieles sagen. Ebbes saga, muscht bei de Ochsa kenna, sonst kennst de en ebbes verenna – lustige Wortklaubereien um ein Wort. Charlotte Mayenberger konnte mit einer historischen „Bütt“ Buchau mei Städle wie bischt du schee ,auch im Hinblick auf die 1250 Jahrfeier überzeugen. Spannte den Bogen vom Bürgermeister der barfuß nach Speyer unterwegs war, von der Fällung des Federsees bis zu Kuno dem Fährmann. Gelangte dann aber am Ende wieder bei den Moorochsen an.

Das neueste aus Stadt und Land, was mann wissen muss oder auch nicht „verzapften“ die drei Stammtischler der Zunft. Witzig brachten Chris Günther, Markus Glaser und Andreas Diehm die Neuigkeiten zu Gehör. Stadtmarketing, Ladenleerstand und das abgesagte Herbstfest waren Thema der Dreien. Die WGB wolle das Herbstfest nicht mehr, und die Touristinfo habe keine Zeit, weil die schon ab Frühjahr den Weihnachtsmarkt planen müssten. Danach wurde die Krautnudeln serviert, wegen denen sicher auch etliche nur deshalb gekommen sind, so einer der Besucher scherzhaft.

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