Den Zauber der klassischen Musik entdeckt

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In der Lindauer Marionettenoper durften die Förderschüler sogar hinter die Bühne spickeln.
In der Lindauer Marionettenoper durften die Förderschüler sogar hinter die Bühne spickeln. (Foto: Susanne Kneißle)
Schwäbische Zeitung

Fotos vom Ausflug und dem Blick hinter die Marionettenbühne gibt es demnächst auf der Homepage der Schule

www.sbbzlernenbadbuchau.de

Kinder und klassische Musik – geht das zusammen? Und ob! Das zeigte der Besuch der Bad Buchauer Förderschüler in der Marionettenoper Lindau, den eine großzügige Spende des Diakonieladens „Ansichtssache“ ermöglicht hat.

Im Unterricht haben sich die Förderschüler der Klassen vier bis sechs ganz ausgiebig mit musikalischen Bilderbüchern wie „Schwanensee“, „Die Moldau“, „Ein Sommernachtstraum“ oder der „Zauberflöte“ auseinandergesetzt. Tatsächlich waren einige Schüler samt Lehrer selbst überrascht, wie cool sie die Musik fanden. So mancher Schüler hörte sich die Musik nochmal zu Hause auf Youtube an.

So waren den Schülern die Arien und die Geschichte der „Zauberflöte“ in der Marionettenoper Lindau schon bekannt, verzauberten sie aber durch das lebendige Spiel der faszinierenden Marionetten nochmal auf ganz neue Weise. „Erst wenn man glaubt, die Puppen atmen zu hören, in ihren Gesichtern Freude oder Traurigkeit, Glück oder Schmerz entdeckt, ist das Bewegungsspiel vollkommen.“ Diesem Anspruch wird die Marionettenoper, die sich eigentlich vorwiegend an erwachsenes Publikum wendet, gerecht. Erstaunlich ist, wie gut die Puppen Gefühle transportieren können, obwohl diese nicht über Mimik, sondern nur über Gesten und Bewegung vermittelt werden können.

Nach der Vorstellung gab es beim Blick hinter der Bühne noch einige überraschende Eindrücke. „Die Puppen sind ja gar nicht so groß!“, stellten einige Kinder fest. In der Vorstellung wirken sie tatsächlich um einiges größer. „Das geschieht in den Köpfen“, erklärte einer der Marionettenspieler. Dass es eine schweißtreibende Arbeit ist, die Marionetten, die teilweise bis zu 15 Fäden haben, über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden in in gebückter Haltung virtuos zu bewegen, konnten die Schüler ebenso erfahren. Nachdem alle Fragen geduldig beantwortet waren, ging es am Abend zufrieden und müde mit dem Zug wieder nach Bad Schussenried.

Fotos vom Ausflug und dem Blick hinter die Marionettenbühne gibt es demnächst auf der Homepage der Schule

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