Das „Fundament der Wohngemeinde“

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Die beiden Preisträgerinnen Konstancja Zarebska und ganz rechts Nadine-Sabrina Fischer und Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonha
Die beiden Preisträgerinnen Konstancja Zarebska und ganz rechts Nadine-Sabrina Fischer und Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt. (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

Abschied von der Schule haben am Donnerstagabend 20 Schüler der Bad Buchauer Federsee-Gemeinschaftsschule genommen, 17 aus der Klasse 10 der Werkrealschule und drei aus der Lerngruppe 9 der Gemeinschaftsschule. Im großen Saal des Kurzentrumes nahmen die Schüler ihre Abschlusszeugnisse in Empfang.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Markus Lutz und Pfarrer Martin Dörflinger in der evangelischen Kirche fand die Entlassfeier im Kurzentrum ihre Fortsetzung. Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt begrüßte die Festgesellschaft und dankte gleich vorab den Familien der Entlassschüler dass sie in all den Jahren die Kinder begleitet und unterstützt haben. Damit hätten sie wesentlich zum schulischen Erfolg iher Kinder mitgetragen. Zwölf strebten einen Werkrealschulabschluss als mittlere Reife an und 8 den Hauptschulabschluss. Generell, so die Rektorin, würden die Menschen in der Zukunft immer weniger durch die Schulabschlüsse festgelegt sein. De facto aber würden nicht nur mehr die schulischen Abschlüsse, sondern die beruflichen Leistungen über Einsatz und Weiterentwicklungsmöglichkeiten entscheiden. Und dazu zählen nicht nur die fachlichen Leistungen allein, sondern auch Flexibilität, Soziale Intelligenz, Belastbarkeit, Motivation und Eigeninitiative. Zukunft heiße wollen, es sei wichtig Wünsche und Träume zu haben, aber ohne persönlichen Einsatz gehe nun mal gar nichts. „Ihr steht jetzt mitten im Leben, und jeder von Euch hat seine ganz eigenen Träume und Wünsche“, richtete die Elternbeiratsvorsitzende Melanie Gretschmann ihre Worte an die Entlassschüler. Wer etwas vermeiden wolle, suche Gründe, wer etwas erreichen wolle suche, Wege. Sie hoffe doch, dass die Entlassschüler ihren Weg finden. In Vertretung von Bürgermeister Diesch überbrachte Gerwig Müller die Grußworte. Ohne Zweifel sei ein großer Tag für die Abschlussschüler, aber auch ein Freudentag für die Eltern. Grund zum Feiern gebe es nun genug, allerdings nur wenig Zeit um lange auszuruhn. Viele Türen stünden nun offen, und auf eine tolle Zukunft können die Schüler hoffen. Von den Lehrern mit viel Rüstzeug versehen, können sie jetzt neue Wege gehen, brachte Müller in Versform zu Gehör. Nach und nach würden die Schüler immer mehr Verantwortung für sich und ihr Leben übernehen müssen, aber sicher bald merken dass das bisherige relativ unbeschwerte Leben zu Ende sei. Müller appellierte an die Eltern, die nun fast erwachsenen Kinder trotzdem noch wohlwollend im weiteren Weg zu begleiten und, wenn notwendig, mit der elterlichen Erfahrung einzugreifen. Schön wäre es, wenn der eine oder andere nach seiner Ausbildung seine Zelte wieder in Bad Buchau aufschlagen würde. „Ihr seid nicht nur die Generation der Zukunft“, so Müller, „sondern ihr bildet auch das Fundament eurer Wohngemeinde“. Zu guter letzt hatte Müller auch noch einen Rat vom Dalai Lama parat: „Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart“.

Die Zeugnisse durften danach die Entlassschüler aus der Hand von Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt und den Klassenlehrern in Empfang nehmen. Immerhin vier Belobigungen und zwei Preise konnten dabei ausgesprochen werden. Mit zwei Sketchen der Abschlussklasse „Deutschstunde am Freitag“ und dem „Cup Song“ klang die diesjährige Entlassfeier bei einem gemütlichen Beisammensein aus.

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