Buchauer gedenken der seligen Irmengardis

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 Pfarrer Martin Dörflinger bei seiner Predigt über die selige Irmengardis neben einem Ölbild, das der verstorbene Ernst Huda, ei
Pfarrer Martin Dörflinger bei seiner Predigt über die selige Irmengardis neben einem Ölbild, das der verstorbene Ernst Huda, ein Kappeler Künstler gemalt hat. (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

Das Irmengardisfest hat die katholische Kirchengemeinde Bad Buchau zum Startschuss für die Feierlichkeiten des kommenden Doppeljubiläums genommen. 1200 Jahre Krypta (819-2019) und 1250 Jahre Stift Buchau (770–2020) werden noch einige Festivitäten, auch seitens der Stadt, nach sich ziehen.

Die selige Irmengardis hat eigentlich mit dem Jubiläum wenig zu tun, weder war sie Gründerin des Buchauer Stifts noch ist sie in der Krypta unter der Stiftskirche bestattet – das war Adelindis. Irmengardis stand jedoch nach Adelindis ebenfalls als Äbtissin dem Stift vor.

Mit einem feierlichen Gottesdienst gedachte Bad Buchau dem Todestag der seligen Irmengard am 16. Juli 866. An der in den 1930-Jahren erschaffenen Holzstatue des Waldseer Künstlers Max Strobel brannten während des Gottesdiensts viele Opferkerzen. Mit zwei ihrer Schwestern wuchs Irmengadis, die Tochter  Kaiser Ludwigs des Deutschen und der Welfenfürstin Königin Hemma, im damaligen Frauenstift Buchau auf und wurde von den dortigen Ordensschwestern christlich erzogen. Von ihrem Vater erhielt sie das Kloster Buchau und später auch das Kloster Frauenchiemsee, in das sie 857 wechselte. Irmengardis verzichtete auf Krone und Reichtum, um sich ganz dem klösterlichen Leben hinzugeben. Deshalb zeigen sie künstlerische Darstellungen wie das große Ölbild auf dem Seitenaltar von Ernst Huda mit der abgenommen Krone in der Hand oder gekrönten Haupts, um ihre Herkunft zu zeigen, aber immer im Ordenskleid einer Benediktinerin. Seit der Seligsprechung 1929 nimmt die gütige und tatkräftige Äbtissin einen festen Platz im Kreise der Diöszanheiligen ein.

In seiner Predigt ging Pfarrer Martin Dörflinger auf das Leben und Wirken der seligen Irmengardis ein. Der Stiftschor, zusammen mit Solisten, Streichern, Querflöte und der Orgel, begleitete die festliche Messe mit „So weit der Himmel ist“ von Alfred Hochedlinger. Mitgesungen hat auch der Jugendchor der Kirchengemeinde. Das Irmengardislied, der Text stammt vom ehemaligen Buchauer Pfarrer Erich Endrich, erklang zum Schluss des Gedenkgottesdienstes zu Ehren der Buchauer Volksheiligen. 

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