Besinnlich klingt das alte Jahr aus

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 Die Klangwerkstatt der Bad Buchauer Stadtkapelle spielte zur besinnlichen Stunde.
Die Klangwerkstatt der Bad Buchauer Stadtkapelle spielte zur besinnlichen Stunde. (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

Zum Jahresende hat sich die besinnliche Stunde am späten Silvesternachmittag in der Bad Buchauer Stiftskirche zu einer schönen Tradition entwickelt. Kurz vor dem Jahreswechsel kamen Einheimische, aber auch viele Kur- und Feriengäste zu dieser Soiree zusammen, die von der Klangwerkstatt der Bad Buchauer Stadtkapelle musikalisch umrahmt wurde, um in Ruhe und Besinnlichkeit das alte Jahr ausklingen zu lassen.

Wie auch in der Vergangenheit war die besinnliche Stunde zum Jahresende in der Stiftskirche sehr gut besucht. Nach dem musikalischen Auftakt mit „Can You Feel The Love Tonight“ von Elton John durch die Musiker der Klangwerkstatt (Stadtkapelle Bad Buchau) unter Leitung von Klaus Widder begrüßte Diakon Hans Hirsche die vielen Besucher in der weihnachtlich beleuchteten Stiftskirche. Nach „Sound of Silence“ richtete in Vertretung von Bürgermeister Diesch Charlotte Mayenberger ihre Worte an die Besucher. Mayenberger ließ dabei das abgelaufene Jahr Revue passieren und zog dabei eine Bilanz. Nach einem Abstecher in die Weltpolitik stand dann aber Bad Buchau im Mittelpunkt. Bürgermeisterwahl, Erweiterungsbau der Federseeschule, Sanierung des Progymnasiums und der Umbau des Präzeptoratsgebäudes für schulische Zwecke waren einige Schwerpunkte. Aber auch der Erweiterungsbau für die Feuerwehr, Straßenbau und das Gewerbegebiet an der Riedlingerstrasse waren Themen in der Ansprache. Touristische Themen wie der Gedanke zur Errichtung eines Besucherzentrums am Federsee und weitere Marken-und Entwicklungskonzepte wurden auch angesprochen und zeigten dass ein arbeitsreiches Jahr zu Ende geht und ein spannendes neues Jahr beginnt. Dankesworte äußerte Mayenberger auch für das vielseitige bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement vieler Bad Buchauer, Vereinsfunktionäre, Mitarbeiter in der Verwaltung, Gemeinderat und die großen und kleinen Arbeitgeber der Stadt. Nicht zuletzt aber auch an die vielen Gäste in der Stadt für ihre Treue.

Weitere Musikstücke wie „Coldplay Classics“ und „Skyfall“ bereicherten die besinnliche Stunde. Was das Gesundheitszentrum Federsee an 2019 alles anpacken möchte, brachte Geschäftsführer Walter Hummler in seiner Ansprache zum Ausdruck. Viel zu rasch sei das Jahr vorbeigegangen und vieles habe man doch vorgehabt, treffe wohl auf die meisten Besucher zu. Aber vieles habe sich doch bewegt im Gesundheitszentrum. Ob der zurückgebaute Schlossplatz, der Baubeginn für das Pflegeheim in der Wuhrstraße und viele kleinere und größere Instandsetzungen die im Gesundheitszentrum überall sichtbar seien. Nicht für jeden sichtbar dagegen sei zum Beispiel das oftmals nervenaufreibende Behördengeschacher mit der Archäologie oder dem Naturschutz. Längst, so Hummler, habe sich ein Staat im Staat gebildet, der einen Fortschritt, insbesondere in Bausachen, oft erheblich lähme, meist erheblich verteuere und manchmal auch verhindere. Hummler zeigte sich aber überzeugt, dass die geplanten Baumaßnahmen an 2019 weitergehen bzw. beginnen können. Ein komplett neues Reha-Verfahren soll in Bad Buchau erprobt werden, und die viele Arbeit soll auch dank der rund 600 Mitarbeiter souverän gemeistert werden und die vielbeschworene „Sinnkrise in der Arbeit“ sei im Gesundheitszentrum nicht auszumachen. Hummlers Leitspruch „Vertrauen gegen Vertrauen“ wäre doch so einfach und ist doch so schwer.

Nach den Impuls-Gedanken von Pfarrerin Amrei Kleih und dem „Vater unser“ stimmten die Musiker „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ an, wobei alle Besucher mitsingen konnten sprach Diakon Hans-Jürgen Hirschle das Segensgebet. Mit „Halleluja“ der Klangwerkstatt klang die besinnliche Stunde aus.

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