Bereits 24 000 Vorsorgemappen im Landkreis verteilt

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 Der Vorstand des Kreisseniorenrats blickte auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.
Der Vorstand des Kreisseniorenrats blickte auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. (Foto: Kreisseniorenrat)
Schwäbische Zeitung

Der Vorsitzende des Kreisseniorenrats, Michael Wissussek, blickte bei der Mitgliederversammlung auf ein erstes Amtsjahr und eine sehr positive und konstruktive Zusammenarbeit zurück. Der Kreisseniorenrat ist in vielen Bereichen öfentlichkeitswirksam aktiv gewesen.

Das Geschäftsjahr startete gleich im Rahmen eines von der Altenfachberaterin des Landratsamtes organisierten und durchgeführten Klausurtages/Workshop. Eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt bestätigte auch Amtsleiter Frank Gmeinder in seinen Grußworten.

Einen besonderen Dank sprach Michael Wissussek an den ehemaligen Vorsitzenden Harald Müller aus, der als Gründungsvater mit höchstem persönlichem Engagement den Kreisseniorenrat in Form und Struktur brachte aus. Nicht nur die Kreisseniorenplanung hatte Herr Müller maßgeblich begleitete, sondern die Installation des Pflegestützpunktes vorangetrieben, bis dieser 2017 eingerichtet wurde. Bis zum heutigen Tag ist Müller für den Kreisseniorenrats aktiv und kümmert sich um das Management rund um die Vorsorgemappen. Insgesamt wurden im Landkreis 24 500 Vorsorgemappen über den Stadt- und Kreisseniorenrat verteilt.

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Altenfachberatung, dem Pflegestützpunkt und dem Behindertenbeauftragen des Landkreises gelang es dem Gremium, weitere Strukturen zur Hilfe, Prävention und aktiven Mitwirkung des Kreisseniorenrats im stetigen Prozess der Sicht auf die Bedürfnisse der Senioren im Landkreis zu setzen. Josef Martin thematisierte im Rahmen der Mitgliederversammlung den weiteren dringenden Bedarf an Kurzzeitplätzen und einer Verbesserung der Überleitungsversorgung im Rahmen des Entlassmanagements.

Ein „Runder Tisch Notfall“ konnte in Zusammenarbeit mit Kommandant Klaus Merz von der Feuerwehr Bad Buchau, dem DRK Biberach, dem ASB Orsenhausen und Vertretern des Landratsamts zur abschließenden Umsetzung des Notfallbogens durchgeführt werden. Ein Arbeitskreis „Mobilität“ unter dem Vorsitz von Heinz Fischer wurde gegründet. Heinz Fischer legt schon viele Jahre einen Blick auf die Barrieren im Landkreis und führte eine eindrucksvolle Präsentation vor, in der Mobilitätseinschränkungen aufgezeigt werden. Die Präsentation ist auf der Homepage www.krs-bc.de veröffentlicht.

Öffentlichkeitswirksam war der Kreisseniorenrat durch die Teilnahme an der Messe 50+, an der Seniorenmesse in Aulendorf, am Bürgerabend in Laupheim sowie am Tanz in den Mai/Oktoberfest Bad Buchau. Im Rahmen des Theaters „Dave und der verlorene Blues“ , welches vom Kreisseniorenrats finanziell gefördert wurde, konnte sich das Gremium im Rahmen der Moderation und je einer nachfolgenden Podiumsdiskussion mit insgesamt vier Aufführungen präsentieren. Die mediale Wirkung wurde durch die Veranstaltungen gestärkt.

Eine breite Öffentlichkeitswirkung erreichte der KSR über den Notfallbogen und das Demenzlotsensystem. Mit zwei Artikel im Staatsanzeiger dank dem persönlichen Engagement von Jennifer Reich, der preisgekrönten ARD Sendung „Was bewegt Deutschland“ von Jürgen Rose, weiteren Publikationen in Fachzeitschriften und der lokalen Presse, steht der KSR als festes Bindeglied auch weiterhin im Fortlauf des Notfallsystems. In enger Kooperation mit der Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Landratsamt, Netzwerk Demenz und der Alzheimer-Gesellschaft Stuttgart konnte der Grundstein für ein neues Notfall- und Versorgungsmanagement gelegt werden.

Durch das große Engagement des stellvertretenden Vorsitzenden, Hartmann kann ein wichtiger Schwerpunkt des Kreisseniorenrats über die Austauschtreffen und Schulungen der Bewohnerbeiräte und -fürsprecher in Kooperation mit der Heimaufsicht jährlich durchgeführt werden.

Im Gesamtvorstand ist das Leitbild des Kreisseniorenrats nochmals definiert worden. Er hat demnach die Aufgabe, Gesellschaft, Leistungsträger und Anbieter im täglichen Umgang für ein seniorengerechtes Verhalten zu sensibilisieren. Der Kreisseniorenrat stärkt vorhandene und ergänzt fehlende Angebote und erarbeitet Konzepte, um Lücken zu schließen. Der Kreisseniorenrat ist um die Lebensqualität der Senioren bemüht, um diese im Rahmen der sorgenden Gemeinschaft solidarisch zu verbessern.

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