Bauer etabliert exotische Federsee-Süßkartoffeln in der Region

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Gregor Parwan freut sich über eine reiche Ernte seiner Federsee-Süßkartoffeln.
Gregor Parwan freut sich über eine reiche Ernte seiner Federsee-Süßkartoffeln. (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

So mag Gregor Parwan seine Süßkartoffeln am liebsten: Ofen auf 200 Grad vorheizen; die Süßkartoffeln waschen (für zwei Personen zwei bis drei Süßkartoffeln); die Knollen können auch geschält werden, das muss aber nicht sein; die Kartoffeln in dicke Scheiben und danach in Stäbchen schneiden; anschließend alles in eine Schüssel geben und mit Öl, Pfeffer, Salz und etwas Rosmarin würzen; gut durchmengen und danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen; bei 200 bis 210°C Umluft zirka 20 Minuten backen; Süßkartoffeln sind im Backofen schneller gar als normale Kartoffeln, deshalb zwischendurch einmal wenden; dazu einen Sauerrahmdip mit frischen Kräutern reichen.

Die rötlichen Süßkartoffeln sind bei uns noch nicht alltäglich. Gregor Parwan aus Kanzach hat trotzdem den Schritt gewagt und etwa 1000 Setzlinge gesetzt. Nun im dritten Anbaujahr konnte der Landwirt eine reiche Ernte einfahren.

„Neue Ernte – Federsee-Süßkartoffeln“: Ein Plakat am kleinen Verkaufsstand in Kanzach macht neugierig. Was sind das eigentlich für „Früchtchen“? Der erste Blick in die Holzkiste lässt eher auf klein geratene Zuckerrüben schließen, wobei einige der rötlichen Süßkartoffeln durchaus bis zu 1,5 oder gar zwei Kilogramm auf die Waage bringen können.

Energiereiches „Super Food“

Der junge Landwirt erklärt gerne, was es mit den Federsee Süßkartoffeln auf sich hat. Die Süßkartoffeln sind hier in der Region zwar so gut wie unbekannt, ab und an seien sie aber als Exoten im Gemüseregal von Einkaufsmärkten zu finden. In Asien, Australien, inzwischen auch in Südeuropa werden die Knollen angebaut und gehören zumindest in China bereits zu den Grundnahrungsmitteln. Seine Schwester, so Parwan, habe ihn nach ihrem Aufenthalt in Australien auf das „Super Food“ aufmerksam gemacht und ihn überredet, die Süßkartoffel wenigstens probeweise anzubauen. Vor allem die jüngere Generation in Australien und den USA seien richtig scharf auf die roten Knollen, zumal sie viel Energie mit sich bringen und trotzdem fettarm verarbeitet werden könnten.

Lediglich 30 Setzlinge hat der Kanzacher Landwirt dann vor drei Jahren bei einem Lieferanten bestellt und gepflanzt. Die Setzlinge würden wie Salatpflänzchen eingesetzt, während Kartoffel ja ausgelegt würden, erklärt Paravan. Viel Wärme und natürlich reichlich Wasser bräuchten die Pflanzen, aber das Ergebnis sei schon im ersten Jahr vielversprechend gewesen. Die „Federsee-Süßkartoffel“ war damit geboren und soll ein Markenzeichen für Parwan werden.

1000 Setzlinge aus Israel

So um die ein bis zwei Kilogramm pro Pflanze könnten geerntet werden, sagt Parwan. Nachdem er nun auch einige Interessenten in der Gastronomie gefunden habe, hat er dieses Jahr Anfang Mai 1000 Pflanzen, übrigens aus Israel, gesetzt und nun konnte in den vergangenen Tagen mit der Ernte begonnen werden. Junge, moderne Köche seien seine Abnehmer, die ihren Gästen gerne einmal etwas anderes anbieten möchten.

Die rotfleischigen Knollen werden ähnlich wie Kartoffeln in gewaschenem und gegebenenfalls geschältem Zustand gekocht, gebacken, frittiert, überbacken oder gebraten. Die ungeschälte Zubereitung im Ofen sei ebenso möglich. Der Geschmack bleibt dabei gut erhalten und erinnert an Kartoffel, Kürbis und Karotte. Auf die Frage, wo er seine erste Süßkartoffel kennen gelernt habe, lacht Parwan, und erzählt, dass er zuvor noch nie eine gegessen habe. Erst aus seiner ersten eigenen Ernte habe er die Süßkartoffel-Pommes selbst gebacken – und für gut befunden. Darum legt er jedem Käufer gleich eine Rezept für die Pommes dazu, die auch inzwischen bei seiner Familie zu gutem Essen dazu gehören.

Landwirtschaftliche Betriebe in Baden-Württemberg 1999-2016

So mag Gregor Parwan seine Süßkartoffeln am liebsten: Ofen auf 200 Grad vorheizen; die Süßkartoffeln waschen (für zwei Personen zwei bis drei Süßkartoffeln); die Knollen können auch geschält werden, das muss aber nicht sein; die Kartoffeln in dicke Scheiben und danach in Stäbchen schneiden; anschließend alles in eine Schüssel geben und mit Öl, Pfeffer, Salz und etwas Rosmarin würzen; gut durchmengen und danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen; bei 200 bis 210°C Umluft zirka 20 Minuten backen; Süßkartoffeln sind im Backofen schneller gar als normale Kartoffeln, deshalb zwischendurch einmal wenden; dazu einen Sauerrahmdip mit frischen Kräutern reichen.

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