Bücherei soll Kinder fürs Lesen begeistern

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Dieses Modell im Schuhkarton haben Grundschüler aus Attenweiler gebastelt. So stellen sie sich ihre neue Bücherei vor.
Dieses Modell im Schuhkarton haben Grundschüler aus Attenweiler gebastelt. So stellen sie sich ihre neue Bücherei vor. (Foto: pr)

Die Schulbücherei der Grundschule Attenweiler soll erweitert werden. Das Konzept der ehrenamtlichen Helfer, also der Eltern und des Schulfördervereins steht. Auch die Kooperation mit der Stadtbücherei Biberach läuft bereits. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Elternvertreterin Anja Kulinna. Jetzt fehlte eigentlich nur noch das Geld, um die Ideen in der Schule auch umzusetzen. Dafür sprachen Elternvertreter, Förderverein und Rektor Karl-Josef Strohm beim Attenweiler Gemeinderat am Mittwochabend vor.

Das Ergebnis war, wenn auch nach längerer Diskussion, für sie letztlich positiv. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, 5000 Euro in den Haushalt einzustellen, damit die Grundausstattung angeschafft werden kann. Zudem informierte Bürgermeisterin Monika Brobeil den Gemeinderat darüber, dass ein entsprechender Zuschussantrag beim Land bereits läuft, die Zusage über einen Förderbetrag von weiteren 4000 Euro für die Schulbücherei stehe unmittelbar bevor.

Zusätzlich nahm der Gemeinderat Kenntnis von einer Bitte der Elternvertreter, dass die Gemeinde künftig 1000 Euro jährlich übernehmen soll für die Instandhaltung der Bücherei sowie als Aufwandsentschädigung für die Arbeit der Eltern. Abgestimmt wurde darüber noch nicht.

„Ohne Eltern läuft bei uns gar nichts“, erklärte Schulleiter Strohm. Ohne die Hilfe der engagierten Eltern wären viele Projekte an der Schule nicht möglich gewesen, äußerte sich auch Gemeinderätin Christine Neher. Sie sprach den Einsatz der Eltern bei der Schulhofgestaltung an, der „sicherlich einen Wert von 25 000 Euro“ gehabt habe. Bei der Gestaltung der Bücherei müssten die Eltern stundenlang Bücher folieren. Für diese „Herzensangelegenheit“ sei der erbetene Betrag nicht zu viel verlangt, sagte sie.

„Das sollten wir im Haushalt noch unterbringen“, fand auch Gemeinderat Hans Blum. Und Wunibald Liebhart erklärte, er begrüße, dass ein solcher Antrag von der Schule an den Gemeinderat komme, nachdem in den vergangenen Jahren außer längst überfälligen Baumaßnahmen nicht viel Geld von der Gemeinde investiert worden sei. „Zuviel Zurückhaltung ist manchmal auch nicht gut“, ermahnte er den Schulleiter.

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