Platz für Übernachtungsgäste

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Platz für Übernachtungsgäste
Platz für Übernachtungsgäste (Foto: Manuel J. Karp)
Schwäbische Zeitung

Zum 25. Mal findet vom 2. bis 3. August das Altheimer Open-Air als zweitägiges Musikfestival statt, das selbstbewusste lokale Musiker in einem überregionalen Kontext präsentiert. Markenzeichen des Festivals ist die Pause zwischen den beiden Spieltagen, die nicht, wie sonst bei Festivals üblich, direkt aufeinander folgen. Beide Veranstaltungstage setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Am Freitag, 2. August, gibt es wie jedes Jahr eine bunte Mischung aus der Musikszene. Dem bereits veröffentlichte Headliner ging die Stil-Debatte über Old-School und New-School innerhalb der Ska-Szene mächtig auf die Nerven, daraufhin haben sie ihre eigene Schulband aufgemacht: Die Sondaschule. 2002 haben die sechs Jungs ihr erstes Live- Konzert gespielt und sind seit her ihrer Linie stets treu geblieben. 2017 erschien das neue Album „Schere, Stein, Papier“. Die Spaß-Punks erwachen darauf zu einer politischen Band, aber bleiben ihrem schwarzen Humor treu.

Der Stuttgarter Schwaben-Rapper MC Bruddaal wird am Freitag auf der Altheimer Open-Air Bühne performen. Wer Kehrwoche, Spätzle und Butterbrezeln mag, ist da genau richtig. Der Solokünstler bleibt seiner Heimat treu und versetzt das Schwäbische in klangvolle Songs.

Der zweite Festivaltag ist geprägt von Classics aus den letzten Jahren Altheimer Open-Air, ein Abend mit Bands, die vor allem die Zuschauer in den vergangenen Jahren gefeiert haben. Itchy und Altheim – das ist eine ganz besondere Liebe. Sibbi, Panzer und Max werden dieses Jahr zum fünften Mal die Altheimer Bühne rocken. Seit 2002 mag sich zwar viel verändert haben, wie der Name von Itchy Poopzkid zu dem schon davor gebräuchliche Fankürzel Itchy, doch die Band gilt weiter als eine der Besten deutschen Livebands.

Die zweite bereits veröffentlichte Classic-Band ist Blackout Problems. Die Jungs aus München waren bereits 2015 beim Altheimer Open-Air zu Gast. Ihr neues Album „Kaos“ vertont laut in sphärischen Gitarrenflächen und Texten den Moment des Aufbruchs ins Unbekannte, dicht gefolgt von ständiger Resignation und Zweifel, schreibt der Veranstalter.

1995 begann alles ganz klein „unscheinbar und harmlos“. Eine lokale Band bat die KLjB Altheim, ein Open-Air durchzuführen, bei denen vier junge Bands aus dem Raum Riedlingen vor größerem Publikum auftreten können. Diese Tradition wurde und wird bis heute beibehalten. Jedes Jahr sucht sich der Ausschuss ein bis zwei Nachwuchsbands aus der Umgebung aus den Bandbewerbungen aus und gibt ihnen die Chance, sich auf der Bühne vor großem Publikum sich zu präsentieren.

Eine weitere Besonderheit wird der große Campingplatz sein. Die Festivalbesucher können eine Campingkarte nur in Kombination mit einem Festivalticket kaufen. In diesem Jahr dürfen die Festivalbesucher auf einem großen 24 Stunden überwachtem Campingplatz Nähe des Festivalgeländes übernachten. Es werden Getränke und Essensmöglichkeiten sowie das eine oder andere „Flunkyball-Turnier“ angeboten.

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