Liederkranz Altheim und Heudorf begeistern die Zuhörer

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 Die Liederkränze Heudorf und Altheim mitsamt Solisten, der Schulchor und die Orff-AG gestalteten ein tolles Konzert.
Die Liederkränze Heudorf und Altheim mitsamt Solisten, der Schulchor und die Orff-AG gestalteten ein tolles Konzert. (Foto: Alexander Speiser)
Alexander Speiser

Nicht weniger als 25 Musikstücke haben die Zuhörer beim Jahreskonzert des Liederkranzes Altheim, des Liederkranzes Heudorf, des Schulchors der Grundschule und der beiden Instrumentalsolisten Melanie und Fabian Grabert in der Festhalle in Altheim zu hören bekommen.

Hans-Werner Münch, der Vorsitzende des gastgebenden Chors, dankte insbesondere den Sängern des Liederkranzes Heudorf für ihr Kommen. Ihr Auftritt sei insbesondere auch durch einen Austausch der Dirigentinnen der beiden Chöre möglich geworden. Er lobte Melanie Grabert, die Dirigentin und Leiterin des Liederkranzes Altheim, für ihr unermüdliches Engagement. Sie habe trotz Schwangerschaft und der Geburt ihrer Tochter Flora Marie Anfang Februar keine Mühen gescheut, den Chor für das Konzert fit zu machen. Ihre kleine Tochter sei schon bei den Proben als jüngstes Mitglied präsent gewesen, habe sich auch stimmgewaltig eingebracht – nur noch nicht immer den richtigen Ton getroffen.

Den musikalischen Auftakt machte der gastgebende Chor mit „Immer raus aus dem Haus“ und „Wochenend und Sonnenschein“, einem Evergreen, bei dem Fabian Grabert die Sänger gekonnt am Klavier begleitete. Die Zuhörer waren sichtlich begeistert, der Beifall entsprechend.

Nach einem kurzen Umbau zeigten der Schulchor und die Orff-AG der Grundschule Altheim mit ihrer Schulleiterin Renate Bechtle, was sie drauf haben. Scheinbar ganz unbekümmert und so, als ob es das Selbstverständlichste der Welt sei, eine Bühne zu betreten und vor einer voll besetzten Halle aufzutreten positionierten sich die Schüler. Mit „Es geht los!“, einem treffenden Titel, instrumental untermalt durch Xylofone und der Klavierbegleitung Renate Bechtles, eroberten die Kinder sogleich die Ohren und Herzen der Besucher. Auch „An einem schönen Morgen“ aus dem Musical „Das tapfere Schneiderlein“ kam ausgezeichnet an, die Soli wurden flott und sicher vorgetragen. Beim „Schlammblues“, einem Instrumental, zeigten die Schüler, dass sie auch mit experimenteller Musik etwas anfangen können. Bei „Regentropfen fallen sacht“„ wurde es still im Saal, die Zuhörer lauschten sehr aufmerksam, ja fast andächtig den Schülern, die hier mit Kunststoffröhren eine ganz eigene, spannende Interpretation fallender Regentropfen gaben. Mit „Ich liebe den Frühling“ und „Zwei kleine Wölfe“ rundeten die Altheimer Grundschüler ihren Vortrag volkstümlich ab.

Der Liederkranz Heudorf, ein gemischter Chor, der vornehmlich bei kirchlichen Anlässen auftritt, gab unter Theresa Hinz ein buntes Spektrum von Melodien zum Besten. Die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven gab einen Vorgeschmack, den die Protagonisten sicher und stilvoll platzierten und mit „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“ gingen die Zuhörer richtig mit. „Die Wunder dieser Welt“ von Gerhard Grote wurde ebenfalls fehlerfrei vorgetragen und bei „Weit, weit weg ….“ von Hubert von Goisern überzeugte der Chor mit einer eher schweren, tragenden Melodie, die aber sehr sicher und dicht am Original dargeboten wurde. Ebenfalls tragend, aber melodiös, stimmlich voll und sehr angenehm der „Abendfrieden“ nach Franz Schubert und zum vorläufigen Schluss „Danke für die Zeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Zuhörer forderten eine Zugabe, der Chor und Theresa Hinz ließen sich nicht lange bitten und boten mit „Allaweil“ leichte, gut verdauliche Kost.

Nach verdienter Pause musste abermals der Liederkranz Altheim ran und gab mit dem schmissigen Stück „Schieme“ nach einer Weise aus Kroatien ein „pfiffiges“ Stück über einen draufgängerischen jungen Mann zum Besten. Mit den Ungarischen Tänzen Nr. 5 und 6 von Johannes Brahms entführten Dirigentin Melina Grabert und ihr Mann Fabian Grabert am Klavier in die Puszta Ungarns. Und als ob man das nicht noch toppen könnte, begeisterten Melina Grabet an der Geige und ihr Mann Fabian am Klavier die zwei romantischen Stücke „Allegro Moderato“ und „Allegro Maestoso“ von Antonin Dvorak. Ein musikalisches Highlight, quittiert mit lang anhaltendem Beifall.

Ohne Zugabe geht es nicht

Der gastgebende Chor setzte das Konzert mit „Altheimer Trinkspruch“ von Paul Huber, einem ehemaligen Altheimer Schulleiter fort, einem fröhlich beschwingten Weinlied, ebenso die folgenden Stücke wie „Bacchus“ von Franz Schubert nach William Shakespeare oder „Württemberger Wei“, „Aus der Traube in die Tonne….“ und „Ein Bier!“, allesamt leichte fröhliche Kost, die zum Frühling passt. „Die Getränke sind frei“ sangen die Altheimer denn zum vorläufigen Schluss, ein Lied das viele auch als „Die Gedanken sind frei“ in Erinnerung haben. Eine Zugabe gab’s auch noch mit „Ade, ade, guat Nacht“, womit die Sänger klar zum Ausdruck brachten, dass jetzt Schluss sei. Die Zuhörer hätten sicher gerne noch mehr gehört, die Darbietungen waren allesamt mehr als hörenswert und zeigen, was Chorgesang alles zu bieten hat.

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