Junge Stimmen entfalten bunten Melodienbogen

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Petra Grom (rechts) mit dem Chor „Young Generation“ in St. Martin Altheim.
Petra Grom (rechts) mit dem Chor „Young Generation“ in St. Martin Altheim. (Foto: Kurt Zieger)
Schwäbische Zeitung
Kurt Zieger

Seit Jahren schart Petra Grom singfreudige Jugendliche um sich. Bei vielen Anlässen hat der Chor Jugend- und Familiengottesdienste geprägt, hat sich im Programm des Liederkranzes Altheim bewährt, doch eine eigene musische Stunde mit bunten Melodien zu gestalten, war eine neue Herausforderung. Diese Premiere ist vollauf geglückt.

Die Martinskirche Altheim anstelle der großen Festhalle als Konzertraum zu wählen, hat sich als richtige Entscheidung erwiesen. In dem räumlich eher engen Umfeld kamen vor allem die zarten Stimmen besser zur Geltung, sodass die Freude am Singen sich auch durch die räumliche Nähe zu den erfreulich vielen Zuhörern besser entfalten konnte.

Die instrumentale Unterstützung der Sängerschar lag bei Menuin Rau am Piano und Elias Schwörer mit seinem Cajon in besten Händen. Zwischendurch war auch die Querflöte von Christina Dreher zu hören. Sie alle verhalfen dem abwechslungsreichen Singen beider Chorgruppen zu mehr Wohlklang.

Petra Grom als Chorleiterin und versierte Instrumentalistin an der Gitarre hatte den Melodienreichtum der Stunde in Themenblöcke aufgeteilt. Unter dem Begriff „Hochzeitslieder“ war von der Orgelempore herab als Einstieg „One Moment in Time“ zu hören. Die jugendlichen Stimmen des Chors in mehrstimmigem Gesang strömten durch den Kirchenraum und ließen die Freude am Singen spürbar werden. Ohne Druck konnten sich die Melodien auch bei der flotten Version von „Das ist unser Tag“ entfalten. Optimistisch aufmunternde Partien in wachsendem Chorklang prägten „You Raise Me Up“ , bei dem auch der Wechsel in verschiedene Tonarten mit verändertem Chorklang mühelos gemeistert wurde.

Breiten Raum nahmen christliche Lieder und Gospels ein, die vor allem bei der Gestaltung von Gottesdiensten verwendet werden. Da manche Texte in Englisch und Deutsch im Programmheft mit abgedruckt waren, war es für Zuhörer nicht allzu schwer, bei „Nobody Knows“ nach jugendlicher Aufforderung in die singende Gemeinschaft mit einzustimmen. Auf den getragenen Beginn folgten bei „I Will Follow Him“ aus „Sister Act“ in jugendlichem Schwung die bekannten Schlussteile. Dazu passend „Sana Sananina“ als „Wir stehen da und staunen“ mit Klavier, Cajon und Handrhythmusinstrumenten.

Mit sauberem A-capella-Gesang zeigte die ältere Gruppe der Sängerschar mit ihren sicheren Solistinnen, dass Freude am Singen und Können echte Quellen der Gemeinsamkeit sein können. Lyrische Momente, gut ausgeschwungen, prägten „Day By Day“ mit passenden Zwiegsprächen innerhalb der Chorgruppen. Melodisch und rhythmisch anregend bis zum beschwingten Halleluja „I’m So Glad“, mit chorischer Raffinesse die Sängerschar von einem beginnenden Terzett kontinuierlich erweiternd das bekannte „Heaven Is a Wonderful Place.“

Mit dem unverwüstlichen Song „Alles nur geklaut“, bei dem das Publikum dank vorgedruckter Texte mitsingen konnte, beherrschte nun eine andere Zutat den bekömmlichen Melodiencocktail. Danach folgten schwungvoll „Voi sur“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, tonlich und rhythmisch pointiert, und Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus seinem Musical „Tabaluga“, das auch der jüngeren Gruppe des Chors wohl vertraut war. Flott voranschreitend „King Louie“ aus dem Musical „Das Dschungelbuch“, das Lied vom Krieg als „Some Nights“ melodisch mit gut ausmalenden Tonsilben als dezente Phasen und abschließend voll sängerischer Freude „Applaus Applaus für meine Worte“, bei dem sich die Zuhörer gerne in den Rhythmus mit einbinden ließen.

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