Jeder Einsatz ist mit Risiko verbunden

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 Die Teilnehmer vor dem Einzug in die Pfarrkirche.
Die Teilnehmer vor dem Einzug in die Pfarrkirche. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Gottesdienst in der Martinskirche, Kranzniederlegung am Ehrenmal und Gelegenheit, die Kameradschaft in der Altheimer Festhalle zu pflegen waren die Eckpunkte der Kreisfloriansfeier 2019. Die Feuerwehren der Gemeinde Altheim sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Feier.

Schon der Einzug der vielen Fahnenabordnungen der Feuerwehren aus allen Teilen des Kreises Biberach in die Altheimer Pfarrkirche sorgte für einen erhebenden Anblick. Der Musikverein Altheim mit Bernd Marquardt hatte die musikalische Ausgestaltung des feierlichen Gottesdienstes übernommen. Für den Kreisfeuerwehrverband begrüßte der Riedlinger Stadtbrandmeister Stefan Kuc Vertreter von Bund, Land, Kreis und Kommune zum Kreisflorianstag, der traditionell alle zwei Jahre abgehalten wird. „Es freut mich, dass Frauen und Männer aller Altersgruppen heute anwesend sind“, betonte Kuc.

Mit einem alten Florianslied begann der von Pfarrer Walter Stegmann ökumenisch gestaltete Gottesdienst. Nach der kurzen Vorstellung des Gotteshauses – erst gotisch, später barockisiert – und seinem markanten Wehrturm, lenkte er den Blick auf den auch in der Altheimer Kirche gegenwärtigen Florian. Ohne sein Wirken in Dorf und Stadt, ohne im entscheidenden Moment von sich abzusehen und andere in den Blick zu nehmen, wäre das Einbringen in das Gemeinwohl oft nur sehr spärlich. „Es ist wertvoll“, betonte Stegmann, „wenn gerade auch junge Menschen sich in der Feuerwehr so engagieren.“

Florians Martyrium mit dem Tod im Wasser nach dem Versuch, andere Christen aus dem Kerker zu befreien, führte zu Florians Patronat der Feuerwehr. „Bei allen Vorsichtsmaßnahmen birgt jedoch jeder Einsatz gewisse, nicht kalkulierbare Risiken in sich“, stellte Stegmann in seiner Predigt fest. Daher gebühre der Feuerwehr aufrichtiger Dank, denn ihr Dienst sei aus der Gesellschaft nicht wegzudenken.

Vor dem Gang auf den Friedhof dankte Altheims Kommandant Bernd Wiedmann allen Wehren für ihr Kommen, außerdem Pfarrer Walter Stegmann und Dirigent Bernd Marquart für die Gestaltung des Gottesdienstes sowie allen mithelfenden Händen für die Ausrichtung des Kreisflorianstags.

Ehrenkranz niedergelegt

Auf dem Friedhof gedachte Willi Städele im Auftrag des Kreisfeuerwehrverbands Biberach in ehrenden Worten aller verstorbenen Kameraden der Feuerwehr. „Feuerwehren begegnen jedem Einsatz nicht mit Angst, jedoch mit Respekt“, unterstrich er, „dennoch schlägt oft unerwartet das Schicksal zu.“ Im Gedenken an die Angehörigen aller Wehren des Kreises wurde ein Ehrenkranz niedergelegt, zu dem der Musikverein Altheim das Lied vom guten Kameraden intonierte.

Der Spielmannszug Ochsenhausen mit Torsten Kallfass geleitete alsdann die Abordnungen der Wehren mit ihren Fahnen zur Altheimer Festhalle. Dort hieß Ulrich Ocker im Namen des Kreisfeuerwehrverbands neben Vertretern von Kreis und Gemeinde unter den Ehrengästen insbesondere die Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller, das Vorstandsmitglied des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg Klaus Merz sowie General a.D. Wolfgang Schneiderhan als Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge willkommen.

Bürgermeister Martin Rude betonte in seinem Grußwort das gute Miteinander etwa von Musikverein und Feuerwehr in Altheim. „Der Wert einer Gemeinde misst sich an dem, was Bürger füreinander leisten“, war einer seiner Kernsätze. Manfred Storrer überbrachte in Vertretung von Landrat Heiko Schmid dessen Glückwünsche. Auch er lobte das gute Miteinander mit dem Kreisfeuerwehrverband, der eine große Wertschätzung des Landkreises genieße.

Für Kommandant Bernd Wiedmann ist auch die Pflege der Kameradschaft innerhalb der einzelnen Wehren und des gesamten Kreisfeuerwehrlöschverbands ein wesentliches Kriterium vertrauensvoller Zusammenarbeit. Für einen derartigen Gedankenaustausch war nun in der Festhalle genügend Zeit und Raum gegeben.

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