Aufforderung, seinen Talenten zu trauen

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Pfarrer Walter Stegmann feiert mit den Waldhauser Minstranten das Patrozinium zum Heiligen Oswald als Zeltgottesdienst.
Pfarrer Walter Stegmann feiert mit den Waldhauser Minstranten das Patrozinium zum Heiligen Oswald als Zeltgottesdienst. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Zeltgottesdienst am Vormittag und ungezwungenes Beisammensein bis in den späten Abend kennzeichnete das diesjährige Oswalde-Fest in Waldhausen. Chorgesang und Blasmusik erfreuten die Erwachsenen, die Hüpfburg war bei den Kleinen heiß begehrt.

„Die Feier des heiligen Oswalds, des Schutzpatrons der Kapelle, ist stets das zentrale Fest in Waldhausen“, stellte Pfarrer Walter Stegmann dem Festgottesdienst im Zelt neben der Kapelle voran. Oswald bezeichnete er als einen Menschen, der nicht zögerte, dem inneren Ruf zu folgen, auch wenn der Märtyrertod am 5. August 642 seinem Leben jäh ein Ende setzte. Das Tagesevangelium deutete Stegmann als Aufforderung, seinen Talenten zu trauen. Dies gelte auch für Jugendliche, denen nicht alles in den Schoß fällt und die meinen, aus einem negativen Kreislauf nie herauszukommen.

„Oswald riskierte viel in großer innerer Freiheit“, betonte Stegmann, „er gilt als Vorbild der Ermutigung über die Angst, seine eigenen Talente nicht zu nutzen.“ Ängste dürften nicht dazu führen, auch noch das Letzte zu verlieren, das in das Leben jedes Einzelnen gelegt ist. „Trau deinen eigenen Talenten ohne den stetigen Zwang, dich immer mit anderen vergleichen zu müssen.“

Der Kirchenchor Altheim mit Gertrud Luibrand und der Musikverein Altheim mit Bernd Marquart sorgten für die musikalische Bereicherung des Gottesdienstes, bei dem Laura Mohn in die Schar der Waldhauser Ministranten aufgenommen wurde und zum ersten Mal am Tisch des Herrn mitzelebrieren durfte.

Nach dem Gottesdienst sorgten die Altheimer Musiker für einen musikalisch zünftigen Frühschoppen. Im Lauf der Zeit während des Mittagessens übernahm Anja Kopf dann den Dirigentenstab. Den ganzen Nachmittag bis in den späten Abend sorgten sich Waldhausens Gruppierungen und Vereine um das Wohl der Gäste als Beweis einer intakten Dorfgemeinschaft. Die Hüpfburg war naturgemäß die ganze Zeit über von den Kleinen belagert, auch während der speziellen Maultaschen mit Zwiebelschmelze, die stets zum Abschluss des Gemeindefestes gehören.

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