Neue Ansätze bei den Bauplatzvergabe-Richtlinien

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Sonja Niederer

In der vorletzten Sitzung des Achstetter Gemeinderats in diesem Jahr ist lange über die Richtlinien bei der Bauplatzvergabe diskutiert und das Thema letztendlich vertagt worden. Den Räten hatte die Berücksichtigung von ortsgebundenen Kriterien nicht ausgereicht.

Angeregt wurde etwa, auch ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Punktevergabe zu berücksichtigen. Die Wünsche der Räte wurden nun in eine geänderte Sitzungsvorlage zu den Bauplatzvergabe-Richtlinien mit aufgenommen. Diese wurde von der Kämmerin Rebecca Schuler erläutert.

Zehn Punkte fürs Ehrenamt

So soll jetzt Personen, die aktiv ein Ehrenamt ausführen – wie Vorstandsmitglieder in einem Verein, Mitglieder in einem kirchlichen oder politischen kommunalen Gremium oder Mitglieder im Vorstand einer gemeinnützigen Institution oder Organisation und auch Mitglieder in der Feuerwehr – zehn Punkte gutgeschrieben werden, wenn sie ihr jeweiliges Amt mindestens fünf Jahre ausüben. Voraussetzung ist allerdings, dass die ehrenamtliche Tätigkeit einen Bezug zu Achstetten hat. Gewertet wird auch, ob jemand seinen Hauptwohnsitz schon längere Zeit in der Gemeinde hat.

Dazu wurden verschiedenen Bewertungsalternativen vorgestellt. Nach einiger Diskussion war dann die Mehrheit für eine von Gemeinderätin Claudia Knehr vorgeschlagene Punktewertung, die folgendermaßen aussieht:

Die Bewerber bekommen für jedes Jahr, in dem sie ununterbrochen ihren Hauptwohnsitz in Achstetten haben, fünf Punkte. Das gilt für die ersten vier Jahre. Wer auch im fünften Jahr noch in Achstetten wohnt, bekommt für dieses 20 Punkte. So können insgesamt 40 Punkte erreicht werden.

Die gewünschten Änderungen werden ebenfalls von Rebecca Schuler in die Bauplatzvergaberichtlinien mit aufgenommen und in einer der nächsten Sitzungen dem Gemeinderat zur Beratung vorgestellt.

Aufträge werden vergeben

Aufgrund der schlechten Abflusssituation bei zwei Schächten im Birkenhain in Achstetten sollen diese umgebaut werden, um die Probleme bei Starkregenereignissen zu entschärfen. Die Arbeiten, um zunächst einen der Schächte umzubauen, wurden an die Firma Schwall zum Auftragswert von 23 422 Euro vergeben. Der Umbau des zweiten Schachtes soll im kommenden Jahr erfolgen.

Ebenfalls an die Firma Schwall wurde auch der Auftrag für eine Kabelerweiterung für die bestehende Straßenbeleuchtung in Achstetten und Stetten für 43 726 Euro vergeben. Die Erneuerung ist notwendig aufgrund des schlechten Zustands der Verkabelung der Straßenbeleuchtung im Kindergartenweg in Achstetten und in der Kirchstraße in Stetten. Vermehrt hatte es Überlastungen und Kabelbrüche gegeben.

Neuer Sportboden

Die Firma Hoppe aus Holzgerlingen erhielt den Auftrag für die Sanierung des Hallenbodens in der Georg-Seif-Halle. Für die Auftragssumme von 74 218 Euro wird ein neuer Sportboden, ein sogenannter Schwingboden, verlegt. Im Auftrag inklusive ist auch die Erneuerung der Fußbodenheizung. Die Arbeiten sollen Ende November beginnen und bis kurz vor Weihnachten abgeschlossen sein. Der Gemeinderat stimmte allen drei Auftragsvergaben einstimmig zu.

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