Nahe Achstetten sollen 41 neue Bauplätze entstehen

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Noch ist es Ackerland: Neues Bauland soll in Stetten entstehen im Gebiet „Unteres Feld I“.
Noch ist es Ackerland: Neues Bauland soll in Stetten entstehen im Gebiet „Unteres Feld I“. (Foto: Sonja Niederer)
Sonja Niederer

Einstimmig abgesegnet hat der Achstetter Gemeinderat in der Sitzung am Montag die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet „Unteres Feld I“ in Stetten. Schon in der Sitzung am 17. September war darüber beraten worden.

Architektin Tanja Binder vom Büro Wassermüller stellte den geänderten Bebauungsplan vor, in den einige Anregungen der Gemeinderäte mit aufgenommen worden waren.

Das Plangebiet schließt nördlich in Verlängerung der Kirchstraße an die vorhandene Wohnbebauung an und östlich an das Baugebiet „Brühläcker“.

Platz für weitere Grundstücke

Im ersten Planungsabschnitt ist vorgesehen, 3,1 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in 41 Bauplätze mit einer Durchschnittsgröße von 588 Quadratmeter umzuwandeln.

Die Bebauung des ersten Planungsabschnitts könne auch in zwei oder vier Chargen je nach Bedarf erfolgen, erläuterte Tanja Binder. In einem zweiten Planungsabschnitt wäre Platz für weitere 23 Bauplätze.

Angefahren werden kann das Gebiet durch zwei Anbindungen an die Kirchstraße.

Die Entwässerung des Plangebietes erfolgt mit einem Trennsystem. Das anfallende Niederschlagswasser wird über den bestehenden Regewasserkanal im Baugebiet Brühläcker abgeleitet. Das Schmutzwasser kann an das bestehende Kanalnetz angeschlossen werden.

Das Verfahren könne entsprechend der Novelle des BauGB vom Mai 2017 nach Paragraph 13 b durchgeführt werden, erläuterte Tanja Binder weiter. Die entsprechenden Voraussetzungen würden eingehalten.

Die Flächen würden einer Wohnnutzung zugeführt, die zulässige zu bebauende Grundfläche liege unter einem Hektar und das Plangebiet schließe sich an die im Zusammenhang bebauten Ortsteile an.

Zeitplan steht noch nicht fest 

Da der Gesetzgeber aber beschlossen habe, diesen Paragraphen 13 b bis Ende 2019 zu befristen, sei Eile geboten, so die Architektin.

Mit dem vorliegenden Aufstellungsbeschluss soll deshalb die Möglichkeiten von Baulandschaffung – außerhalb des Flächennutzungsplanes und ohne Umweltprüfung noch ausgenutzt werden.

Wann das Gebiet erschlossen wird und in welchen Bauabschnitten es umgesetzt wird, entscheide der Orts- und Gemeinderat zu gegebener Zeit.

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