Musikalisch besinnlich in den Advent

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Der Achstetter Musikverein bot am Sonntagabend ein mitreißendes Konzert in der Sankt Oswald-Kirche.
Der Achstetter Musikverein bot am Sonntagabend ein mitreißendes Konzert in der Sankt Oswald-Kirche. (Foto: Sonja Niederer)
Sonja Niederer

Für einen schönen Start in die Adventzeit haben die Musikerinnen und Musiker des Achstetter Musikvereins am Sonntagabend bei ihrem Konzert in der Sankt Oswald-Kirche gesorgt.

Mit ihrer ausgewogenen Stückeauswahl boten sie mit ihrer Dirigentin Stephanie Skibba-Rieber den Besuchern die Gelegenheit, sich am Ende des Tages zurückzulehnen, sich ganz auf die schönen Melodien einzulassen und zur Ruhe zu kommen. Für Besinnlichkeit sorgten auch die von Benedict Schultheiß zwischen den einzelnen Musikstücken gelesenen Texte, die zum Nachdenken anregten.

Ein schöner und ruhiger Einstieg ins Konzert gelang dem Musikverein mit dem Stück „The Chrismas King“ von James L. Hosay. Das Thema wurde im Wechsel andächtig von den einzelnen Registern wiedergegeben oder prächtig mitreißend vom ganzen Orchester.

Klangvoll interpretiert

Sehr klangvoll interpretiert wurde auch der vierstimmige Satz des „Psalm 148“- Erfreue dich, Himmel“, der von Alfred Bösendorfer arrangiert worden war.

Mit einem Solo des Holzregisters begann „Mentis“ von Thiemo Kraas. Der Komponist hat in seiner Adventsfantasie das erwartungsvoll-festliche „Macht hoch die Tür“ sowie das zarte und innige „Maria durch ein’ Dornwald ging“ verarbeitet. Er möchte mit seiner Adventsfantasie die Zeit anhalten und Ruhe und Kraft für einen Moment der Besinnung schenken. Dieses ist auch dem Musikverein sehr gut gelungen, welcher die wunderbaren Melodien ergreifend wiedergab.

Sehr gut in den Rahmen des Kirchenkonzertes passte auch das Stück „Aria d’Amore“ von Florian Ziller. Die eingängige Melodie wanderte durch die verschiedenen Register und Klangfarben des Orchesters und sorgte für eine zarte, aber zugleich auch kraftvolle Atmosphäre.

„Was verbindet die Menschen mit den Sternen, warum haben sie diese Faszination für uns“, fragte Benedict Schultheiß. Sie seien Thema in vielen Redewendungen wie etwa „nach den Sternen greifen“.

Wie klein sei hingegen der Stern über Bethlehem – und wie groß seine Bedeutung, sagte Schultheiß. Populäre Lieder über diese kleine Stadt wurden von Kurt Gäble in seine Komposition „Bethlehem“ verpackt, welche die Musikerinnen und Musiker modern und schwungvoll im Anschluss an die Worte präsentierten.

Eingeladen zum Mitsingen waren die Gäste in der Sankt Oswald Kirche bei „O Sanctissima“ von Markus Götz in dem dieser das bekannte „O du fröhliche“, aber auch Elemente aus „Joy to the World“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ miteinander verbunden hat.

Der begeisterte, wunschgemäß bis an den Schluss aufgesparte, aber dafür umso längere Applaus zeigte den Musikerinnen und Musikern rund um Stephanie Skibba-Rieber, dass sie mit ihrer Stückeauswahl genau richtig gelegen hatten.

Mit der Zugabe „Feliz Navidad“ wünschte das Orchester seinen Gästen schon einmal auf ihre musikalische Art „Frohe Weihnacht“ und setzten damit einen mitreißenden Schlusspunkt hinter ein sehr gelungenes Konzert.

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