Für Martina Magg-Riedesser und ihren Ehemann Karl Riedesser sind die Forderungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ existen
Für Martina Magg-Riedesser und ihren Ehemann Karl Riedesser sind die Forderungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ existenzbedrohend. Als Zeichen des Protests haben sie ein grünes Kreuz am Acker aufgestellt. (Foto: Dierking)
Crossmedia-Volontär

Nabu Laupheim unterstützt „Rettet die Bienen“

 

„Der Rückgang der Artenvielfalt ist mittlerweile von vielen Fachleuten und dem Weltbiodiversitätsrat bestätigt und nicht mehr zu leugnen“, erklärt Sabine Brandt, Leiterin der Nabu-Geschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben. In Baden-Württemberg seien 40 Prozent der vorkommenden Arten bedroht, besonders schlecht stehe es um die Wildbienenarten. Deshalb unterstütze der Nabu Laupheim das Volksbegehren.

 

Nach Berechnungen der Naturschutzorganisation sei die Landwirtschaft im Südwesten für etwa neun Prozent des Pestizideinsatzes in Deutschland verantwortlich. „Die Art, wie wir zurzeit Landwirtschaft betreiben, hat einen großen Anteil am Artensterben“, sagt Brandt. Dieses sei nicht als Schuldzuweisung an einzelne Landwirte zu verstehen. „Wir wollen gesunde, regional und naturverträglich erzeugte Lebensmittel. Und wir wollen Landwirte, die aus ihrer Arbeit mit der Natur und für den Menschen ein faires Einkommen erwirtschaften können.“

 

Förderprogramme und Strategien zu entwickeln, die Anreize schaffen, weniger Pestizide einzusetzen – das fordert der Nabu von der Landesregierung. „Eine Pestizidreduktionsstrategie muss natürlich mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet sein. Hierfür sind die entsprechenden Agrarförderungsprogramme aufzustocken.“

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und das Insektenschutzprogramm der Bundesregierung sind vielen Betrieben ein Dorn im Auge. Das sind ihre Argumente.

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Nabu Laupheim unterstützt „Rettet die Bienen“

 

„Der Rückgang der Artenvielfalt ist mittlerweile von vielen Fachleuten und dem Weltbiodiversitätsrat bestätigt und nicht mehr zu leugnen“, erklärt Sabine Brandt, Leiterin der Nabu-Geschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben. In Baden-Württemberg seien 40 Prozent der vorkommenden Arten bedroht, besonders schlecht stehe es um die Wildbienenarten. Deshalb unterstütze der Nabu Laupheim das Volksbegehren.

 

Nach Berechnungen der Naturschutzorganisation sei die Landwirtschaft im Südwesten für etwa neun Prozent des Pestizideinsatzes in Deutschland verantwortlich. „Die Art, wie wir zurzeit Landwirtschaft betreiben, hat einen großen Anteil am Artensterben“, sagt Brandt. Dieses sei nicht als Schuldzuweisung an einzelne Landwirte zu verstehen. „Wir wollen gesunde, regional und naturverträglich erzeugte Lebensmittel. Und wir wollen Landwirte, die aus ihrer Arbeit mit der Natur und für den Menschen ein faires Einkommen erwirtschaften können.“

 

Förderprogramme und Strategien zu entwickeln, die Anreize schaffen, weniger Pestizide einzusetzen – das fordert der Nabu von der Landesregierung. „Eine Pestizidreduktionsstrategie muss natürlich mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet sein. Hierfür sind die entsprechenden Agrarförderungsprogramme aufzustocken.“

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