Die Industrie 4.0 im Blick

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Im Zehnminutentakt wurden am Freitag bei ACD Besuchergruppen durch den Betrieb geführt. ACD-Mitarbeiterin Sevinc Göknar zeigte i
Im Zehnminutentakt wurden am Freitag bei ACD Besuchergruppen durch den Betrieb geführt. ACD-Mitarbeiterin Sevinc Göknar zeigte ihnen, wie per Nadeladapter Steuerkarten für den Maschinenbau geprüft werden. (Foto: Roland Ray)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

40 Jahre ACD: Das haben Geschäftsleitung und Mitarbeiter des Elektronik-Spezialisten am Freitag am Firmensitz in Achstetten gefeiert. „Wir dürfen alle stolz sein auf das Erreichte“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Johann Bolkart in seiner Festrede.

Bolkart hat das Unternehmen 1976 zusammen mit Karl-Heinz Andes und Fritz Guther in einem Wohnhaus in Oberholzheim gegründet. „Wir wollten Elektronik in Maschinen bringen.“ Damals gab es weder Handy noch PC; Rechner füllten ganze Zimmer, Mikroprozessoren waren gerade erst im Kommen. „Nicht-Elektroniker haben uns belächelt“, erinnert Bolkart, „und von denen gab es viele.“

Schon bald indessen waren die Wachstumsraten zweistellig. Heute beschäftigt die ACD-Gruppe rund 400 Mitarbeiter; der Jahresumsatz liegt bei 70 Millionen Euro.

Um für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein, habe man die Entwicklungsabteilung in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut, neue Produkte entwickelt und auch in Fertigung und Vertrieb investiert, sagte Bolkart. ACD habe dabei die vernetzte und automatisierte „Industrie 4.0“ im Blick. Der Elektronikmarkt biete auch künftig eine Basis für Wachstum und Erfolg. „Der Unterschied zu früher ist: Heute traut der Elektronik jeder alles zu.“

Andreas Zwißler leitet seit November 2012 das operative Geschäft von ACD Elektronik, der größten Gesellschaft unter dem Dach der Holding. Den Mitarbeitern und ihren Angehörigen im Festzelt skizzierte er Trends, die das Unternehmen künftig beeinflussen werden. Erstens: Die weiter steigende Bedeutung von Endverbraucherprodukten – vor allem Smartphone-Entwickler geben den Takt vor und führen Innovationen am Markt ein. Zweitens: die wachsende Vernetzung – jede Maschine spricht mit jeder. Drittens: der rasante Wandel gerade in der Elektronikbranche. „In zehn Jahren werden wir noch mehr Entwickler haben und internationaler sein, die Hälfte der Produkte wird neu sein, mindestens.“ Der Wandel werde nicht an Tempo einbüßen, „daraus ergeben sich aber auch Chancen“.

Von der ACD Systemtechnik GmbH, 1991 in der Laupheimer Partnerstadt Neustadt gegründet, sind 75 Beschäftigte zur Jubiläumsfeier nach Achstetten gereist, mehr als die Hälfte der Belegschaft. „Diese Firmengruppe hat Substanz“, hob der Geschäftsführer Hartmut Wengel in seiner Grußadresse hervor. Ihr wichtigstes Kapital seien die Mitarbeiter.

Der Oberholzheimer Ortsvorsteher Stefan Bucher wünschte gute Ideen und volle Auftragsbücher. „Wenn es ACD gut geht, freut sich auch der Kämmerer im Rathaus. Weiter so!“

Bei Führungen konnten die Festgäste Einblicke in Entwicklung und Fertigung gewinnen. Im Festzelt spielten die Musikkapellen Oberholzheim und Achstetten.

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