Der neue Haushalt hat ein Volumen von 19 Millionen Euro

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 Der Achstetter Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2019 beraten.
Der Achstetter Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2019 beraten. (Foto: Symbol: Robert Schlesinger/dpa)
Sonja Niederer

In der Achstetter Gemeinderatssitzung am Montag stellte Kämmerin Rebecca Schuler den Gemeinde- und Ortschaftsräten den Haushaltsplanentwurf 2019 vor – es war ihr erster in der Gemeinde, weshalb Bürgermeister Kai Feneberg die Kämmerin lobte. Sie habe den Etat akribisch ausgearbeitet.

In den Haushaltsplanentwurf seien alle von den Gemeinde- und Ortschaftsräten gewünschten Projekte mit aufgenommen worden, betonte der Bürgermeister. Dies sei möglich, da einige, eigentlich im letzten Jahr eingeplanten Vorhaben, noch nicht hätten umgesetzt werden können. Trotzdem solle nicht aus dem Vollen geschöpft werden, so Feneberg.

Insgesamt liegt das Haushaltsvolumen der Gemeinde Achstetten in diesem Jahr bei einem Volumen von knapp über 19 Millionen Euro. Davon entfallen 13, 9 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 5,2 Millionen auf den Vermögenshaushalt. Der Schuldenstand beträgt insgesamt 530 000 Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung bei 4807 Einwohnern von rund 110 Euro ergibt.

Bei den Steuereinnahmen gibt es eine Steigerung. Der Planansatz liegt bei 6,5 Millionen Euro, gegenüber 5,8 Millionen im Vorjahr. Ein großer Ausgabeposten sind auch immer die Personalkosten, die 2019 gesamt rund 3,1 Millionen Euro gegenüber 2,9 Milionen in 2018 betragen werden. Die Zuführungsrate, das heißt der Überschuss des Verwaltungshaushalts, der dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann, soll fast 970 000 Euro betragen. Aus der allgemeinen Rücklage müssen 1,95 Milionen Euro entnommen werden, so Kämmerin Schuler. Diese würden benötigt, um die Investitionen zu finanzieren. Es müssten aber keine Kredite aufgenommen werden.

Zu den Ausgaben im Verwaltungshaushalt gehören etwa die Kosten für die Erstellung neuer Bebauungspläne, Sanierung und Überprüfung des Kanalnetzes in der Gesamtgemeinde, der Unterhalt und die Reparatur von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen.

Die Schwerpunkte des Vermögenshaushaltes sind zum Beispiel der Austausch der IT-Gerätschaft im Rathaus, der Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges und die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Stetten, die Erweiterung der Grundschule Achstetten, der Umbau des alten Kindergartens in Stetten zur Flüchtlingsunterkunft, die Erschließung des Baugebietes „ Bachacker II“ in Achstetten und die Erweiterung des Baugebietes „Am Hochbehälter“ in Oberholzheim. Ferner: Neuinstallationen und Sanierungen der Straßenbeleuchtung und die Anschaffung eines neuen Traktors für den Bauhof.

Bei den geplanten Investitionen handele es sich hauptsächlich um Pflichtaufgaben der Gemeinde, die auch nicht aufgeschoben werden könnten, so Rebecca Schuler.

Damit auch in Zukunft Projekte gemeistert werden könnten, gelte weiterhin der Grundsatz einer zurückhaltenden Investitionspolitik. Dies bedeute, eine strenge Haushaltsdisziplin einzuhalten und keine zusätzliche Projekte außerhalb der Haushaltplanung oder überplanmäßige Ausgaben bei Investitionsmaßnahmen zu tätigen.

Auch in den kommenden Jahren stünden wieder große Projekte an. Als Beispiele nannte die Kämmerin die Beschaffung von weiteren Feuerwehrfahrzeugen, Kanalsanierungen, die Sanierung der Trinkwasserleitung und der Sanitäranlagen der Wielandhalle Oberholzheim, der Bau eines Trennbauwerkes für die Kläranlage und den Unterhalt der öffentlichen Einrichtungen, wie Straßen und Gebäude. Ziel der Gemeinde müsse es weiterhin sein, eine Kreditaufnahme zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten.

Die Gemeinde- und Ortschaftsräte zeigten sich mit dem Zahlenwerk einverstanden. Der Etat soll in der Sitzung am 8. April verabschiedet werden.

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