Der Musikverein begeistert mit musikalischen Höhepunkten

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Sonja Niederer

Gespickt mit etlichen Höhepunkten und Premieren war das Frühjahrskonzert des Musikvereins Stetten am Samstagabend in der Mehrzweckhalle. Die Gäste konnten sich über einige Überraschungen und beste musikalische Unterhaltung freuen.

Der Gemeinschaftsjugendkapelle Achstetten-Stetten-Oberholzheim unter Leitung von Christoph Schellen gelang mit einigen Beatles-Hits ein fetziger Start in den Abend. Von ihrer besten Seite zeigten sie sich auch bei den spannungsgeladenen Melodien aus einigen James Bond Filmen.

Bei der Titelmelodie „Let it go“ aus dem Animationsfilm „Die Eiskönigin- Völlig unverfroren“ von Kristen Anderson-Lopez, gesellte sich der Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Annie Rueß zu den jungen Musikern. In dieser Kombination eine Premiere in Stetten. Alle zusammen bildeten ein klangvolles und harmonisches Ensemble und ernteten begeisterten Beifall.

So wie auch bei der gemeinsamen Zugabe, dem Lied „ I bin a Dorfkind und darauf bin i stolz“. Die Auftritte der Jugend zeigten, dass es um den musikalischen Nachwuchs in der Gemeinde, ob gesanglich oder instrumental sehr gut bestellt ist.

Mit einem klangvollen Auftakt begann der Musikverein Stetten, der auch von Christoph Schellen geleitet wird. Das Orchester überzeugte schon gleich beim ersten Stück, der „Imperial Overture“ von Otto M. Schwarz durch Präsenz und mit konzentriertem Zusammenspiel.

Mit kräftigen Paukenschlägen und geheimnisvollen Glockenklängen begann das Werk „The Witch and the Saint“ von Steven Reinike. Reinike habe sich bei seiner Komposition durch das Buch von Ulrike Schweikert „Die Hexe und die Heilige" inspirieren lassen, erklärte Marina Ströbele, die durch das Programm führte.

Häscher der Inquisition

Die Geschichte erzähle von einem dunklen Kapitel des Mittelalters: den Hexenverfolgungen. In Ellwangen werden im Jahre 1588 in einer angesehenen Wirtsfamilie Zwillingsmädchen geboren. Während die tugendhafte Helena ins Kloster geht, wird ihre eigenwillige Zwillingsschwester Sibylla, Hebamme. Sie lernt die dunklen Geheimnisse der Mächtigen kennen und wird zur Gefahr. Die Häscher der Inquisition rüsten zur Hexenjagd.

Geheimnisvolle und düstere Melodien wechselten sich bei diesem Werk mit sanften und lieblichen ab, die von den jeweiligen Registern interpretiert wurden, um sich dann wieder ins imposante Spiel des ganzen Orchesters einzufügen.

Eine weitere Premiere bei diesem Konzert wartete im Anschluss auf die Gäste. Für das Stück „A Prinzess`s Tale“, welches das Märchen Schneewittchen musikalisch interpretiert, hatten sich die Theaterspieler des Sportclub Stetten auf in den Wald gemacht und einen passenden Film dazu gedreht. Dieser wurde nun parallel zum Spiel des Musikvereins auf eine Leinwand projiziert.

Sehr zum Vergnügen der Besucher hatten die Schauspieler einige lustige Einfälle eingebaut und unter Regie von Conny Simmendinger waren weder die sieben bärtigen Zwerge, das Schneewittchen, die böse Königin, der sprechende Spiegel, der Jäger, ein erschossener Hirsch, noch der rettende Prinz vergessen worden.

Nach dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fučik, bei dem bald alle Zuschauer in der Halle mitklatschten, folgte schon der nächste Höhepunkt. Simone Scheerer, die beim Musikverein die Klarinette spielt und schön öfter die Konzerte mit ihren Gesangssoli bereichert hat, konnte einmal mehr mit ihrer rockigen Stimme überzeugen. Ihr gelang, begleitet vom Orchester, eine tolle Interpretation des Bob Dylan Songs „Knockin’ on heavens door“, welche vom Publikum mit viel Beifall gewürdigt wurde.

Weitere Ausflüge in die Rockmusik machten die Musikerinnen und Musiker rund um Christoph Schellen bei einem Mix aus Rocksongs von Bon Jovi und einem Medley mit Stücken der amerikanischen Rockband „Toto.“

Ehrungen mit Dank andie treuesten Mitglieder

Selbstverständlich gewährte der Musikverein auch noch die mit viel Applaus geforderte Zugabe und präsentierte, quasi als krönenden Abschluss eines sehr gelungenen und abwechslungsreichen Frühjahrskonzerts, den schwungvollen Konzertmarsch „ Kaiserin Sissy.“

„Vereine sind wichtig und bieten für Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und sorgen für den sozialen Kitt in der Gemeinschaft“, sagte Georg Keller, der die Ehrungen für den Blasmusikkreisverband vornahm.

Er freue sich, an diesem Abend langjährige Musikerinnen und Musiker ehren zu können, so Keller und schilderte kurz deren Verdienste um den Verein.

Bereits seit zehn Jahren musizieren Nikolas Lamp und Patrik Klingenstein beim Musikverein Stetten. Seit 20 Jahren sind dabei: Daniel Hösch, Marina Ströbele und Simone Scheerer. Mit der goldenen Ehrennadel mit Diamant und einer Urkunde wurden für 40 Jahre geehrt: Rudolf Bühler, Markus Grimm, Klaus Rueß, Gerald Walser und Hermann Walser. „Ihnen allen gilt mein Lob, mein Dank und meine Anerkennung,“ sagte Georg Keller.

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