Geschichte wird anschaulich dargestellt: Peter Walter vom Pfahlbaumseum macht Feuer, Staatssekretär Ingo Rust (rechts) und Dr. G (Foto: Julian Würzer)
Schwäbische Zeitung

(sz) - Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, hat gestern die Pfahlbauten in Unteruhldingen besucht. „Die untergegangenen Siedlungen sind ein wertvolles und von der Zerstörung bedrohtes Archiv der Menschheit. Modernste Untersuchungsmethoden erlauben hier die fundierte Rekonstruktion von Geschichte seit der Steinzeit", betonte Rust. Der Staatssekretär traf sich vor Ort mit Museumsdirektor Dr. Gunter Schöbel, Bürgermeister Edgar Lamm und Jochen Haaga, Vorsitzender des Pfahlbauvereins, um sich über das Pfahlbaumuseum und seine Zukunftskonzeption zu informieren. Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen wird jährlich von mehreren hunderttausend Besuchern aufgesucht.

Die Unesco hat 2011 die Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen als Weltkulturerbe anerkannt. Insgesamt sind es 111 ausgewählte Fundstellen in sechs Ländern: Slowenien, Italien, Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland. Sie datieren 5000 bis 500 v. Chr. und gehören vornehmlich der Stein- und Bronzezeit an. Eine der 15 baden-württembergischen Welterbestätten, Unteruhldingen-Stollenwiesen, liegt einige hundert Meter vom Pfahlbaumuseum entfernt unmittelbar vor der Ortslage von Unteruhldingen.

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