Zwei Überlinger Naturschutzinitiativen erhalten Landesnaturschutzpreis

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Schwäbische Zeitung

Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg verleiht alle zwei Jahre den Landesnaturschutzpreis. Dieses Jahr steht er unter dem Motto: „Vielfalt in Streuobstwiesen – Wir machen mit!“ und wurde kürzlich verliehen.

Unter den 20 Preisträgern in Baden-Württemberg, die jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro erhalten, sind auch die Franz-Sales-Wocheler-Schule mit dem Projekt „Unsere Streuobstwiese im Feigental“ und der Verein zur Erhaltung der Kulturlandschaft Hödingen. Er wurde ausgezeichnet für die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements für die Erhaltung der landschaftsbildprägenden Streuobstwiesen am „Hödinger Berg“ bei Überlingen.

2012 begannen Schüler der Franz-Sales-Wocheler-Schule gemeinsam mit ihren Lehrern mit der Pflanzung von 20 Hochstämmen eine Streuobstwiese im Feigental anzulegen. Das Gelände hierfür stellte der Obsthof Kitt zur Verfügung, der auch die fachliche Anleitung der Schüler übernimmt. Die Pflege und Begleitung dieser Wiese durch die Schule ist für einen unbefristeten Zeitraum vorgesehen. Neben der praktischen Kenntnis von Abläufen in der Natur am Beispiel Obstbaum bietet die Wiese auch für den Unterricht in unterschiedlichen Fächern zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Mehr als zehn Jahre lang beschäftigten sich Bürger aus Hödingen mit der Frage, wie die Streuobstwiesen am „Hödinger Berg“ erhalten werden könnten: 2012 wurde der Verein zur Erhaltung der Kulturlandschaft Hödingen gegründet. Die Mitglieder bewirtschaften gemeinschaftlich rund acht Hektar Streuobstwiesen in Hödingen und Umgebung. Sie bieten Fortbildungen und Veranstaltungen für Mitglieder, streuobstinteressierte Bürger und Grundstückseigentümer an. Bei der Einsaat von Blühflächen im Frühjahr 2014 banden sie die ansässige Grundschule ein.

Martin Hahn, Grünen-Landtagsabgeordneter, war bei der Verleihung in Stuttgart mit dabei und betonte später die Bedeutung des Preises: „Streuobstwiesen sind ein wertvolles Natur- und Kulturerbe. Wir müssen sie pflegen.“

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