Teilstück der B 31-neu bei Überlingen für den Verkehr freigegeben

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Endlich ist es soweit, das neue Teilstück der B31 bei Überlingen wird für den Verkehr freigegeben, das traditionelle Band durchs
Endlich ist es soweit, das neue Teilstück der B31 bei Überlingen wird für den Verkehr freigegeben, das traditionelle Band durchschneiden Landrat Lothar Wölfle, MdB Lothar Riebsamen, Staatssekretär Steffen Bilger, Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL Martin Hahn, Regierungspräsident Klaus Tappeser und Oberbürgermeister Jan Zeitler. (Foto: bw)
Brigitte Walters

Es geht doch: Termin und Kostenrahmen wurden eingehalten, am Donnerstag ist das neue Teilstück der B 31 zwischen Überlingen-West und Überlingen-Ost für den Verkehr freigeben worden. Das Versprechen sei eingehalten worden, rechtzeitig vor Beginn der Landesgartenschau (LGS) ist der neue Straßenabschnitt fertig, stellte Regierungspräsident Klaus Tappeser bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste zufrieden fest.

Die verkehrliche Entlastung greife für die Stadt Überlingen total, die Bürger werden entlastet und für die Gäste der LGS werde die Anreise einfacher, stellte Tappeser fest. Beim Straßenbau sei das Regierungspräsidium vom Bund abhängig, wenn es ums Geld gehe und vom Land, wenn es um die ausreichende Zahl von Planern für die Baumaßnahme gehe. Nicht so erfreulich verlaufe derzeit die Trassensuche für die B 31 zwischen Meersburg und Immenstaad, die mit großer Bürgerbeteiligung stattfinde. Bis Ende des Jahres will das Regierungspräsidium einen Trassenkorridor festlegen. Dabei sei klar, dass es eine Straße, die allen gefällt, nicht gibt. Die große Verkehrsbelastung im nördlichen Bodenseegebiet erfordere eine gewisse Spurigkeit, dabei werde der Mobilitätsgedanke beachtet. Derzeit seien die Planungen in der Phase, die bestmögliche Lösung zu suchen, um die Belastungen für Bürger und Umwelt möglichst gering zu halten. Bei dem neuen Teilstück seien noch nicht alle Anschlüsse fertig, die erst nach der LGS weitergebaut werden, um die Störungen möglichst gering zu halten.

Die Überlinger hätten sehr lange auf den heutigen Tag warten müssen, stellte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, fest. Der Abschnitt zwischen Überlingen-West und -Ost sei etwa 4,5 Kilometer lang, für den Bau habe der Bund rund 34 Millionen Euro ausgegeben. Der Neubau sei wichtig für die Region, für mehr Lebensqualität der Bürger und mehr Verkehrssicherheit. Derzeit laufen die Verhandlungen im Bundesverkehrsministerium, die Mittel für die Verbesserung der Bodenseegürtelbahn zu verdreifachen.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann erinnerte kurz an die lange Geschichte zur Planung der B 31-neu, die Zusage beim Spatenstich vor vier Jahren, rechtzeitig zur LGS sei der Teilabschnitt fertig, sei eingehalten worden. Die Planungen zur B 31-neu seien ein einziger Konflikt zwischen Bürgern und Umwelt. Es sollte überlegt werden, ob ein kleiner Querschnitt nicht ausreicht, diese bedeute weniger Konflikte, weniger Naturverbrauch. Das Straßennetz solle behutsam erweitert werden, deutlich mehr in den ÖPNV investiert werden. In allen Bereichen müsse es Veränderungen geben, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen, stellte Hermann abschließend fest.

Die Freigabe des Teilstücks sei ein weiterer Schritt bei den Veränderungen zur LGS, sagte der Überlinger Oberbürgermeister Jan Zeitler. Derzeit werde am Knoten in Nußdorf gearbeitet, um die Zufahrt zu den Parkplätzen für die LGS-Besucher zu verbessern. Die Stadt schaffe zudem eine Erschließungsachse zwischen Burgberg und dem Einkaufszentrum. Für die Überlinger sei es wichtig, dass ihr Ansinnen zur Verkehrsentlastung in Berlin ernstgenommen worden sei. Anschließend segneten Pfarrer Bernd Walter und Dekanin Regine Klusmann das neue Straßenstück.

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