Raum für Nachdenklichkeit

Lesedauer: 4 Min
 Oliver Nolte zeigt den Monolog „Ruhestörung“.
Oliver Nolte zeigt den Monolog „Ruhestörung“. (Foto: Noltes Theater)
Schwäbische Zeitung

Kartenreservierung telefonisch unter 07551 / 831 02 22 oder übers Internet: www.noltes.biz. Der Eintritt zum Lyrikabend kostet 25 Euro. Karten für das Monologfestival kosten 69 Euro, inklusive Verpflegung.

Im Rahmen des Wintertheaters Überlingen zeigt Noltes Theater im November zwei Premieren: den Lyrikabend „Die Welt hochwerfen“ und das Monologfestival „Einstimmig – Frieden und Freiheit gibt es nur miteinander.“

Das Wintertheater will laut Pressetext Raum für Nachdenklichkeit bieten. Am Freitag und Samstag, 15. und 16. November, und Samstag, 23. November, ist der neue Lyrikabend von Birgit Nolte-Michel zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Ihre Rückschau bis ins Mittelalter offenbart bizarre Gedanken über die Rolle der Frau, die bis heute nachwirken. Starke Frauen haben sich aber schon immer zu Wort gemeldet. Auch im Mittelalter. Sie machten das mutig und intelligent. Verständlich, dass manche Männer Angst bekommen haben. Birgit Nolte singt und spricht bedeutende lyrische Werke der Frauenliteratur. Michael Lauenstein begleitet sie musikalisch.

Es reicht nicht, in Frieden und Freiheit zu leben. Immer deutlicher rückt die eine Frage in den Vordergrund: Was muss jeder einzelne beitragen, dass sie uns erhalten bleiben? Dieser Frage gehen Philosophie und Theaterkultur am Sonntag, 24. November, gemeinsam nach – beim Monologfestival „Einstimmig – Frieden und Freiheit gibt es nur miteinander“. Zu Gast: Das Theater Konstanz und der Münchner Philosophieprofessor, Autor und Kultur-Staatsminister a. D. im ersten Kabinett Schröder, Julian Nida-Rümelin. Er wird in den Tag einführen und die Veranstaltungen begleiten.

Zwei Monologe sind zu sehen: „Ruhestörung – ein Anfall“ von Eugen Ruge sowie „Der Reichsbürger“ von Annalena und Konstantin Küspert. Im Zentrum steht die Frage, was wir der zunehmenden emotionalen Polarisierung der Gesellschaft entgegensetzen können.

In „Ruhestörung“ lässt Eugen Ruge, 2011 mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet, seinen Protagonisten 60 Minuten lang hochemotional von den Mobbingattacken seines Vermieters und seiner Nachbarn sprechen. Als letzte Konsequenz bleibt ihm schließlich nur die Flucht. Aus der Wohnung, aus dieser Gesellschaft. Mit Oliver Nolte, inszeniert von Noltes Theater. „Der Reichsbürger“ ist als zweiter Monolog an diesem Tag zu sehen – mit Ralf Beckord in einer Inszenierung von Wolfgang Hagemann des Theater Konstanz.

Das Monologfestival beginnt um 10 Uhr mit einem Stehfrühstück. Nach der philosophischen Einführung durch Professor Julian Nida-Rümelin folgt um 11.30 Uhr der Monolog „Ruhestörung – ein Anfall“. Ab 12.30 Uhr ist ein philosophisch-kulinarischer Spaziergang geplant. „Der Reichsbürger“ ist um 14 Uhr zu sehen, gefolgt von einer philosophischen Einordnung sowie der Stellungnahme der Theatermacher samt Abschlussdiskussion mit dem Publikum. Ende gegen 17 Uhr.

Kartenreservierung telefonisch unter 07551 / 831 02 22 oder übers Internet: www.noltes.biz. Der Eintritt zum Lyrikabend kostet 25 Euro. Karten für das Monologfestival kosten 69 Euro, inklusive Verpflegung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen