Neuer Teil von B31 bei Überlingen freigegeben

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Freie Fahrt auf neuer B31 bei Überlingen
Drei Kilometer der neuen B31 bei Überlingen sind am Donnerstag freigegeben worden. Das dürfte viele Autofahrer freuen - doch leider gibt es noch ein wesentliches Manko.
Leiter Digitalredaktion

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 35 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Informationen über die mit dieser Baumaßnahme verbundenen Verkehrsbeschränkungen können auch im täglich aktualisierten Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg im Internet unter www.baustellen-bw.de abgerufen werden.

Nach rund 16 Monaten Bauzeit sind die Arbeiten auf der etwa drei Kilometer langen Ausbaubaustrecke der B 31-neu bei Überlingen abgeschlossen. Das meldet das Regierungspräsidium Tübingen.

Im Laufe des Donnerstags dürfen Autos dann erstmals zwischen der sogenannten Tierheimkreuzung (Knotenpunkt B 31-neu/K 7786) und dem „Abigknoten“ (Knotenpunkt B 31-neu/L 200) wieder fahren.

Der Großteil der Neubaustrecke ist fertig (grün), doch ein wichtiges Stück wird demnächst nochmal gesperrt (rot). Derweil muss d
Der Großteil der Neubaustrecke ist fertig (grün), doch ein wichtiges Stück wird demnächst nochmal gesperrt (rot). Derweil muss die bestehende Umleitung (gestrichelt) genutzt. (Foto: Stärk)

Das bedeutet zwar, das der wesentliche Teil der Neubaustrecke fertig ist – doch davon profitieren erstmal nur Nutzer in Orten wie Owingen oder Bambergen sowie aus Überlingen. Von dort kommt man ohne Einschränkungen in Richtung Stockach und Autobahn. Aus Richtung Friedrichshafen sieht das anders aus: Zwar ist die Strecke derzeit voll geöffnet und auch von dort kann direkt und ohne Umleitung in Richtung Autobahn gefahren werden.

Doch Mitte Juni wird sich das ändern und der überwiegende Teil der Autofahrer wird aus Richtung Friedrichshafen oder Stockach weiter die bisherige und kurvige Umleitung um die Baustelle über Überlingen-Aufkirch nutzen müssen – weil ein winziges Teilstück der Neubaustrecke dann nochmal für erneute Bauarbeiten gesperrt wird.

Im Herbst 2019 wird es besser

Dann beginnen die noch fehlenden Erd- und Straßenbauarbeiten von der L 200 bis zum Bauende, dort wo die Autos aus Richtung Friedrichshafen auch bislang in Richtung Autobahn abgebogen sind. Diese Straßenbauarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2019 abgeschlossen werden.

Der provisorische Anschluss B 31/Rengoldshauser Straße bleibt zur verkehrlichen Entlastung bestehen. Die Zufahrt von der B 31 in Richtung Überlingen wird im Bereich Burgberg über Provisorien gewährleistet.

Das Bauablaufs- und Verkehrskonzept wurde laut Regierungspräsidium mit Polizei, Verkehrsbehörden und der Stadt Überlingen eng abgestimmt, um die Eingriffe in den Verkehr auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Hier wird an der B 31 überall gebaut:

Die B 31 ist die wichtigste Straße am deutschen Bodensee und gilt als Nadelöhr der Region. Sie wird aktuell an zahlreichen Stellen erweitert oder verbessert, um Zehntausende Fahrzeuge, die dort täglich fahren, aufnehmen zu können. Das größte laufende Projekt nach der Umgehung Überlingen ist dabei die B 31-Umgehung bei Friedrichshafen, die aktuell gebaut wird.

Außerdem gibt es Vorgespräche für eine direkt daran anschließende Umgehung von Immenstaad, Hagnau, Stetten und Meersburg. Bei Eriskirch soll eine wichtige Einfädelspur auf die Straße verlängert werden, während Bayern dort Überlegungen vorantreibt, die Strecke Richtung Lindau drei- oder vierspurig auszubauen.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 35 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Informationen über die mit dieser Baumaßnahme verbundenen Verkehrsbeschränkungen können auch im täglich aktualisierten Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg im Internet unter www.baustellen-bw.de abgerufen werden.

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