Drogenhandel, Diebstahl, Waffenbesitz: Polizei ermittelt gegen eine ganze Familie

 Fünf der sechs Männer im Alter von 38 bis 48 Jahren stehen im Verdacht, einen regen Handel mit Rauschgift in nicht geringer Men
Die Polizei ermittelt gegen eine Familie im Raum Überlingen. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Rauschgift-Ermittlungsgruppe des Polizeireviers Überlingen hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Handelns mit Betäubungsmitteln, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Diebstahls gegen eine Familie aus dem Raum Überlingen eingeleitet.

Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Verdacht haben sich von einem 18-Jährigen schnell auch auf seinen Bruder und die Eltern ausgeweitet.

Die Polizei sei wegen anderweitiger Ermittlungen immer wieder auf einen 18-Jährigen gestoßen, der offensichtlich regen Kontakt zur Drogenszene pflegte. Ein Richter des zuständigen Amtsgerichts erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz einen Durchsuchungsbeschluss bei dem Jugendlichen, der vergangenen Donnerstag laut Polizei vollstreckt wurde.

Funde im Haus deuten auf Drogenhandel hin

Schon vor dem Einfamilienhaus seien die Beamten auf Marihuana-Geruch aufmerksam geworden. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sie neben knapp 100 Gramm Marihuana, geringer Mengen Haschisch und einer Ecstasy-Tablette auch diverse Verpackungsmaterialien, Bargeld sowie Utensilien. Dies deute auf einen Drogenhandel hin.

Illegale Waffen gefunden

Schnell richtete sich laut Polizei der Verdacht auch gegen die Eltern und den 19-jährige Bruder des Tatverdächtigen, die offensichtlich gemeinsam mit dem 18-Jährigen im Drogenhandel agierten. Da bei den Brüdern auch offenbar gestohlene Verkehrszeichen aufgefunden wurden und beide, sowie deren Vater, im Besitz illegaler Waffen waren, kommen auf die Tatverdächtigen noch weitere strafrechtliche Konsequenzen zu.

Die Polizisten beschlagnahmten neben den Verkehrsschildern, den Schlag- sowie Stichwaffen und den Betäubungsmitteln auch mehrere elektronische Geräte sowie das mutmaßlich aus Betäubungsmittelgeschäften stammende Bargeld im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich.

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