Der Paritätische Verband schließt sich am See zusammen

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 Freuen sich auf die engere Zusammenarbeit im Regionalverbund Bodensee-Oberschwaben des Paritätischen (von links): Dirk Weltzin
Freuen sich auf die engere Zusammenarbeit im Regionalverbund Bodensee-Oberschwaben des Paritätischen (von links): Dirk Weltzin und Hubert Kirchner, Vorstände Kreisverband Ravensburg, Bernd Löhle, Vorstand Kreisverband Konstanz, Karin Seng, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Bodensee-Oberschwaben, Ingo Kanngießer, Regionalverbundsprecher und Vorstand KV Bodenseekreis, Hans-Günter Knör, Vorstand Kreisverband Sigmaringen, sowie Norbert Bruder, Vorstand Kreisverband Bodenseekreis. (Foto: Regionalgeschäftsstelle Bodensee-Oberschwaben)
Schwäbische Zeitung

Im Zuge einer Neuausrichtung der regionalen Verbandsarbeit des Paritätischen Baden-Württemberg bilden die Kreisverbände Konstanz, Sigmaringen, Ravensburg und Bodenseekreis zukünftig den Regionalverbund Bodensee-Oberschwaben. Das teilt der Wohlfahrtsverbands in einem Schreiben mit.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages legten die Vertreter der Kreisverbände den Grundstein für eine intensivere Zusammenarbeit. Für Ingo Kanngießer, neu gewählter Regionalverbundsprecher und Kreisvorstand im Bodenseekreis, liegen die Vorteile auf der Hand: „Soziale Themen können besser in die Öffentlichkeit und Politik gebracht werden, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Die Anliegen des Paritätischen und seiner Mitgliedsorganisationen werden in der Region stärker sichtbar werden, zum Beispiel bei Veranstaltungen. Die Vernetzung unserer Mitglieder vor Ort erleichtert den Erfahrungsaustausch, wir können viel voneinander lernen. Durch den Verbund werden Kompetenzen und Ressourcen an vielen Stellen genutzt werden. Außerdem bilden Fortbildungen, die wir in die Region holen, einen klaren Mehrwert für unsere Mitglieder.“

Mit der Formierung von Regionalverbünden entspricht der Landesverband der Organisation sozialer Aufgaben auf kommunaler Ebene, beispielsweise in der Sozialpsychiatrie und der Jugend- oder Behindertenhilfe, sowie deren Ausrichtung auf regionale gesellschaftliche Strukturen. Damit die Kreisverbände künftig noch intensiver ihre Arbeit vor Ort weiterentwickeln können, erhalten sie personelle Unterstützung. Im Rahmen der Kooperation wurde eine Regionalgeschäftsstelle in Überlingen eingerichtet. Die Leitung der Regionalgeschäftsstelle wurde Anfang Juli mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin Karin Seng besetzt. „Die Unterstützung durch die Regionalgeschäftsstelle wird die Arbeit des Paritätischen und seiner Kreisverbände vor Ort stärken. Ehrenamt und Hauptamt können Hand in Hand zusammenarbeiten und sich ergänzen“, wird dazu Kanngießer in der Mitteilung zitiert.

Zum Regionalverbund Bodensee-Oberschwaben gehören 124 Mitglieder, darunter 39 aus dem Kreisverband Bodensee, 41 aus dem Kreisverband Konstanz, 31 aus dem Kreisverband Ravensburg und 13 aus dem Kreisverband Sigmaringen. Die Mitglieder sind in den folgenden Arbeitsfeldern tätig: Kinder- und Jugendschutz, Familie und Bildung, Straffälligen- und Opferhilfe, Suchtberatung und -hilfen, Teilhabe und berufliche Wiedereingliederung, Sozialpsychiatrie, Behindertenhilfe, Altenhilfe, Selbsthilfe, Mädchen- und Frauenarbeit, fachspezifische Beratungsangebote, Gesundheit und Prävention.

Der Paritätische Baden-Württemberg ist einer der sechs anerkannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Er ist weder konfessionell, weltanschaulich noch parteipolitisch gebunden. Der Verband steht für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe und wendet sich gegen jegliche Form sozialer Ausgrenzung. Ihm sind in Baden-Württemberg über 870 selbstständige Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 4000 sozialen Diensten und Einrichtungen angeschlossen sowie rund 40 000 freiwillig Engagierte.

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