84-Jährige soll Exmann angezündet haben und steht vor Gericht

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Nur noch den Tod konnte der Notarzt bei dem 73-Jährigen feststellen, nachdem die Feuerwehr aus der brennenden Wohnung geborgen h
Nur noch den Tod konnte der Notarzt bei dem 73-Jährigen feststellen, nachdem die Feuerwehr aus der brennenden Wohnung geborgen hatte. Seine Exfrau steht nun wegen des Verdachts, ihn ermordet zu haben, vor Gericht. (Foto: Symbol: Stefan Sauer/dpa)
Schwäbische Zeitung

Vor dem Landgericht Konstanz muss sich ab Montag, 20. Juli, eine 84-Jährige Frau wegen Mord und Brandstiftung mit Todesfolge verantworten. Der Angeklagten wird vorgeworfen, im Januar 2020 ihren damals 73-jährigen, seit langem von ihr geschiedenen Ehemann in dem gemeinsam bewohnten Haus in Billafingen bei Owingen im westlichen Bodenseekreis ermordet zu haben.

Mit dem Fleischerhammer geschlagen

Zunächst soll sie versucht haben, ihn mit mehreren wuchtigen Schlägen mit einem Fleischerhammer auf den Kopf zu töten. Als der Mann trotz dieser Schläge wider Erwarten bei Bewusstsein geblieben sei, habe sie ihn mit Benzin übergossen und angezündet.

Infolge dessen sei das Opfer qualvoll zu Tode gekommen und Teile des Hauses seien in Brand geraten, heißt es in der Anklage. Die Feuerwehr hatte den Brand gelöscht und die Leiche geborgen. Der Angeklagten war es gelungen, sich rechtzeitig aus der Wohnung zu retten.

Sie wurde nach Behandlung ihrer Brandverletzungen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Gerichtsverhandlung, zu der insgesamt 14 Zeugen geladen sind, ist auf vier Verhandlungstage angesetzt, der letzte soll am 10. August stattfinden.

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