Zahlreiche Besucher bei Erntematinee in Tettnang

 Die vorbereiteten Snacks sind bei den Gästen der Erntematinee gut angekommen.
Die vorbereiteten Snacks sind bei den Gästen der Erntematinee gut angekommen. (Foto: Stadtbücherei)
Schwäbische Zeitung

Im März ist die Tettnanger Aktion „Spektakel in Topf und Beet“ gestartet, teilt die Stadtbücherei Tettnang mit. Dafür hätten sich Melanie Friedrich von der Anlaufstelle für Bürgerengagement und die Stadtbücherei Tettnang zusammengetan. Gemeinsam hätten sie mit dem Saatgutexperten Patrick Kaiser Samen alter Blumen- und Gemüsesorten ausgegeben. Dieses sollte in möglichst vielen Gärten zum Wachsen gebracht werden. Aus der Ernte konnte dann auch neues Saatgut gewonnen und zurückgebracht werden.

Zur „Ernte-Matinee“ im Schlosspark seien nun so viele Gäste gekommen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten. Etliche der mehr als 60 Besucherinnen und Besucher hätten tatsächlich Saatgut gewonnen. Was man dafür alles wissen muss, erfuhr das Publikum an drei ausgewählten Beispielen von Patrick Kaiser, heißt es in der Mitteilung. So einfach wie bei der Melone, die man nur zu essen braucht und dabei die Körner zur Seite zu legen, gehe die Saatgutgewinnung nicht immer. Sowohl bei der trockenen als auch bei der nassen Gewinnung müsse man einiges wissen und beachten. Um so erfreuter seien die Veranstalter darüber gewesen, dass ein ganzer Korb Saatgut den Weg zu Patrick Kaiser zurückgefunden habe. Der leidenschaftliche Experte werde demnach nicht müde, auch die agrarpolitische Bedeutung seiner Mission zu betonen. Gerade in Sommern wie dem vergangenen mit seinen extremen Wetterschwankungen tue Gartenvielfalt Not. Manche Sorten gedeihen wenig, andere dafür umso besser.

Bei der Erntematinee habe aber das sinnliche Vergnügen an der Ernte im Mittelpunkt gestanden. Gemüsespieße, Kanapees mit Kürbispaste und bunten Blüten sowie Melonen wurden für die Gäste angeboten. Die Vielfalt des Gemüses aus Patrick Kaisers Garten sollte so sinnlich erlebt und geschmeckt werden.

Nach dem offiziellen Teil hätten viele Gäste verweilt, seien mit anderen ins Gespräch gekommen, hätten über ihre Anbauerfahrungen gefachsimpelt und spezielle Fragen mit Patrick Kaiser geklärt. Viele Besucher seien der Einladung gefolgt, Ableger mitzubringen. Der Tisch für den Staudentausch sei üppig gefüllt gewesen und am Ende hätten alle Pflanzen neue Besitzer gefunden. Im Lauf des Vormittags seien immer wieder neue Gäste zur Ernte-Matinee gekommen und die Veranstalter hätten ermutigendes Feedback erhalten. Unter das Lob über die diesjährige Aktion habe sich die Anregung gemischt, sie mögen auch im kommenden Jahr wieder für das alte Saatgut aktiv werden.

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