Wie oft kommt das Ta-ta-ta-taa in Beethovens Fünfter vor?

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 Familienkonzert im Schlosshof: Das KBO spielt unter der Leitung von Marc Kissóczy. Markus Schweizer erklärt die Musik, auch mit
Familienkonzert im Schlosshof: Das KBO spielt unter der Leitung von Marc Kissóczy. Markus Schweizer erklärt die Musik, auch mit der Illustration, die zwei Kinder hochhalten dürfen. (Foto: Helmut Voith)
Helmut Voith

Strahlende Sonne hat am Sonntagnachmittag die Familien mit Kindern empfangen, die zum Familienkonzert der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben (KBO) in den Innenhof des Schlosses strömten. Dass dort einige Plätze frei blieben, lag daran, dass Spectrum Kultur zwar auf Sonne gehofft hatte, aber auch mit dem Gegenteil rechnen musste und daher nur so viele Karten in den Vorverkauf geben konnte, wie am Ausweichort in der Seldnerhalle in Kau zur Verfügung standen. Doch diesmal musste keiner angstvoll zum Himmel schauen oder gar nach einem Regenguss die Bühne trockenwischen – ganz entspannt saßen Publikum und Musiker auf ihren Plätzen.

Markus Schweizer, Pädagoge und als engagierter Musiker selbst KBO-Mitglied, hatte wieder aufs Spielen verzichtet und die Moderation übernommen. Er schmiedete gleich zwei Eisen im selben Feuer: Zum einen erklärte er den aufmerksam lauschenden Kindern die Zusammensetzung des Orchesters und zum anderen Beethovens Fünfte, die bei der abendlichen Sinfonie im Innenhof auf dem Programm stand. Während die Musiker einmarschierten, nannte er ihre Instrumente. Konzertmeister Michael Wieder ließ die Oboe ein A anstimmen und gab es an die übrigen Instrumente weiter: „Das KBO ist spielbereit.“ Dirigent Marc Kissóczy konnte kommen.

Aufbau kindgerecht erklärt

Geduldig haben die Musiker einzelne Register oder Passagen angespielt. Markus Schweizer gab dazu kurze Erklärungen, ließ den Rhythmus mitklatschen oder auf das berühmte Ta-ta-ta-taa horchen, das in immer neuen Verwandlungen zu hören sei. Er bat Kinder auf die Bühne, ließ sie eine Illustration hochhalten, wie man sich die Musik als heranfahrende Fahrzeuge und dazwischenfahrende Blitze vorstellen könne. Dass Kinder einbezogen werden, war pädagogisch durchdacht und kam gut an. In kleinen Schritten erklärte Schweizer kindgerecht den Aufbau der berühmten Beethoven-Sinfonie, ließ die vier Sätze anspielen, sodass die Kinder sie begriffen und auch nach einer knappen Stunde noch keineswegs ermüdeten. Früher hatten Dirigenten zusammen mit den Musikern in die Musik eingeführt, diesmal war es wie eine Musikstunde vor Ort, und das hat auch den Erwachsenen, die schon so vieles wissen, Spaß gemacht.

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