Wie man Ausstellungsobjekte zum Sprechen bringt

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Albert Kümmel-Schnur geht in der fünften Folge des Videotagebuchs auf die Rolle von Objekten in einer Ausstellung ein.
Albert Kümmel-Schnur geht in der fünften Folge des Videotagebuchs auf die Rolle von Objekten in einer Ausstellung ein. (Foto: Screenshot: Linda Egger)
Schwäbische Zeitung

Die Neugestaltung des Tettnanger Stadtmuseums ist derzeit in vollem Gange – auch wenn sich der Prozess aufgrund der Corona-Krise etwas verzögert und die für Herbst geplante Neueröffnung verschoben werden muss. Die Dauerausstellung des Museums im Tettnanger Torschloss soll in den kommenden Monaten ein gänzlich neues Gesicht bekommen.

Daran beteiligt sind auch Konstanzer Studenten, die in einem Seminar ein neues Ausstellungskonzept erarbeiten. Aufgrund der Corona-Krise kann dieses jedoch derzeit nur digital stattfinden. Doch auch Tettnanger Bürger können so an dem Geschehen teilhaben und den Prozess über ein Videotagebuch verfolgen. In der fünften Folge dieses sogenannten Vlogs gibt Seminarleiter Albert Kümmel-Schnur Einblicke, wie man die Objekte einer Ausstellung zum „Sprechen“ bringen kann.

Vlog Tettnang 5
Video-Tagebuch zum Tettnanger Stadtmuseum - Folge 5: Objekte zum Sprechen bringen

Die neue Folge des Videotagebuchs trägt den Titel „Von brennenden Telefonen und Kuschelhasen“ und dreht sich um die Objekte, die im Museum zu sehen sind. „Man geht in ein Museum, um dort über Objekte in Kontakt mit der Vergangenheit zu kommen“, sagt Albert Kümmel-Schnur. Doch ganz so trivial, wie es klinge, sei es gar nicht, diesen Kontakt herzustellen. „Es bedarf kommentierender und inszenierender Medien, um die stummen Objekte zum Sprechen zu bringen.“ Wie diese Medien eingesetzt würden, bestimme maßgeblich, ob Objekte überhaupt zu erzählen beginnen, so Kümmel-Schnur.

Geschichten entstünden letztlich erst im aktiven Austausch zwischen Enzählendem und Zuhörenden. Ziel sei es daher, einen Bezug herzustellen zwischen Objekt und Besucher. Dazu „ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wie wir Menschen überhaupt umgehen mit den Dingen, die uns umgeben“, beschreibt Albert-Kümmel-Schnur das Thema des neuen Videos.

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