Weitere Schritte in Richtung Supermarkt

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 Eine erster optischer Eindruck von dem nordöstlichen Neukircher Ortseingang mit einer Darstellung von möglicher Größe und Höhe
Eine erster optischer Eindruck von dem nordöstlichen Neukircher Ortseingang mit einer Darstellung von möglicher Größe und Höhe des Vollsortimenter-Marktes, der da vor Feuerwehrhaus und Bauhof entstehen soll. (Foto: Z&M 3DWelt)
Olaf E. Jahnke

Das Thema Lebensmittelnahversorger bleibt aktuell. Entsprechend des „ambitionierten Zeitplanes“ (die SZ berichtete) sind im Gemeinderat am Montag die weiteren Planungsschritte vorgestellt worden. Einstimmig beschlossen wurde ein Billigungs- und Auslegungsbeschluss zum ersten Entwurf und die zweite Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Neukirch Ost III. Thema waren die örtlichen Bauvorschriften und das Verfahren zur förmlichen Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange.

Besonders im Bereich Schallschutz gab es, wie die Beschlussvorlage zeigt, schon Aktivitäten und eine schalltechnische Untersuchung des künftigen Marktgeländes. „Die Immissionsrichtlinien werden bezüglich der Nachbarbebauung eingehalten“, so die Aussage von Planungsleiterin Sabine Geerds vom Stadtentwicklungsbüro Zimmermann & Meixner, die einen Kollegen und eine Kollegin mitgebracht hatte.

Keine Vergnügungsstätten

Planer Thorsten Reber wies zunächst darauf hin, dass man mit den Baubehörden ein vereinfachtes Verfahren außerhalb des Regelverfahrens erreicht habe, das dem Wunsch nach schnellem Fortschritt entgegenkomme. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass der Bebauungsplan ermögliche, weitere Gewerbe anzusiedeln. Das könnten Gewerbebetriebe, Lagerhäuser, Öffentliche Betriebe oder Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude sein. Im Ausnahmefall seien auch Anlagen für sportliche, kirchliche, kulturelle oder soziale Zwecke möglich. Ausschließen könne man dagegen Betriebe wie Tankstellen oder Vergnügungsstätten. Landschaftsplanerin Nicole Schneider wies darauf hin, dass man am Straßenrand auf Bäume verzichten wolle, jedoch in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde einen großzügigen Ausgleich mit Extensivierung von Intensivgrünland, Feldgehölzen und Streuwiesen schaffen wolle. Der Parkplatz solle mit wasserdurchlässigen Materialien umgesetzt werden und am Straßenrand soll es einen Grünstreifen geben. Außerdem sollen Nistkästen aufgehängt werden.

Bauplaner Reber erläuterte, dass zur Gestaltung unter Berücksichtigung der örtlichen Bauvorschriften, nur helle Farben und nicht dauerhaft reflektierende Materialien sowie keine Klinker- oder Blockbohlenfassaden zulässig seien. Auch bezüglich der Außenanlagen für Werbung sind deutliche Einschränkungen vorgesehen. Noch nicht entschieden sei, ob es ein Satteldach, Pultdach oder Flachdach werden soll. Planerin Geerds deutete abschließend an, dass die Maßnahmen mit Ausschreibung, Füllung der Retensionsmulde und Beteiligung der Gemeinde und Bürger so rasch wie möglich umgesetzt werden sollen. Sie rechne zum Ende des Sommers mit der Ausfertigung des Bebauungsplanes sowie Abschluss des Vorverfahrens bis Oktober.

Die wenigen Fragen der Räte bezogen sich zum Beispiel auf Ökopunkte und Unterhaltskosten bei den Ausgleichsflächen (Roland Schmid, CDU). Auf Nachfrage von FW-Fraktionsführerin Beate Gauggel wurde festgestellt, dass das Verbot von Tankstellen und Vergnügungsbetrieben nicht E-Tankstellen oder ein Café beim Markt betreffe. Schließlich machte sich CDU-Fraktionschef Adrian Strauß Sorgen um die möglichen Folgen von Nistkästen an weißen Wänden. Vera Fischer (CDU) schließlich wünschte sich eine Blumenwiese auf den Grünflächen beim neuen Markt.

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