Waltraud Horsak hat 100 Mal gespendet

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Freuen sich über ihre Ehrungen: (vorne, von links) Ingeborg Schwarzenbach (25 Mal), Waltraud Horsak (100 Mal), Maria Lutat (25 M
Freuen sich über ihre Ehrungen: (vorne, von links) Ingeborg Schwarzenbach (25 Mal), Waltraud Horsak (100 Mal), Maria Lutat (25 Mal), Monika Hepp (50 Mal); (zweite Reihe von links) Sylvia Zwisler, Jonny Jäger (10 Mal), Simon Rösch (10 Mal), Heidi Glatz (50 Mal), Marion (50 Mal) und Hans-Joachim Geiger (75 Mal), Annika Ruppaner (10 Mal), Sonja Stemper (50 Mal); (hintere Reihe von links) Hubertus von Dewitz, Otto Hirscher (25 Mal), Andrea Rehm (10 Mal), Roland Ries (50 Mal) und Andrea Mayer (25 Mal). (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Zu einem feierlichen Stehempfang mit anschließendem Imbiss hat die Stadt Tettnang treue Blutspender in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Vom April vergangenen Jahres bis März 2018 waren in Tettnang insgesamt 1543 Menschen bereit, einen Teil ihres kostbaren Lebenssaftes für andere Menschen zur Verfügung zu stellen. Wer über zehn Mal Blut gespendet hat, erhält eine Urkunde mit Ehrennadel.

Von insgesamt fünfundvierzig eingeladenen Personen nahmen ein Drittel der Blutspender ihre Urkunden im Rathaus persönlich entgegen. Sylvia Zwisler, stellvertretende Bürgermeisterin, hieß im Namen der Stadt Tettnang den Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes, Hubertus von Dewitz, und die Gäste willkommen und richtete Grüße von Bürgermeister Bruno Walter aus. „Die Anfänge der Bluttransfusion sind eher lebensgefährlich statt lebensrettend gewesen“, so Zwisler. Sie habe gelesen, dass man sich vor vielen Jahren mit dem Blut von Knaben die Verjüngung eines betagten, kranken Kirchenfürstes erhofft hatte, diese Aktion habe aber niemand überlebt. Laut Geschichtsforschern sei die Geschichte vermutlich eher erfunden und verbreitet worden, um einige Ärzte in Verruf zu bringen. „Doch heute sei Blutspenden ein Akt der Solidarität, der vielen Menschen das Leben retten kann.“

„Der größte Anteil des gespendeten Blutes wird bei Krankheiten wie zum Beispiel Krebs dringend benötigt“, sagte DRK Vorsitzender Hubertus von Dewitz und dankte den Blutspendern für ihre Verdienste. Als öffentliche Wertschätzung organisiert die Stadt Tettnang seit vielen Jahren die Blutspenderehrung, für diese schöne Geste sprach Hubertus von Dewitz ebenfalls seinen Dank aus.

Hundert Mal Blut gespendet hat Waltraud Horsak, die schon mit achtzehn Jahren damit begonnen hat. Erst im südbayerischen Blutspendedienst und später beim Deutschen Roten Kreuz. Für sie sei das einfach selbstverständlich gewesen, anderen Menschen damit zu helfen, sie „mache auch keine große Sache darum“.

Früher habe es noch keine so aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen gegeben, jetzt werde man vorher medizinisch genauestens untersucht und alles wird dokumentiert. Hans-Joachim Geiger, der schon 75 Mal gespendet hat, fing mit dreißig Jahren damit an. Am Anfang habe er schon etwas Angst vor dem „Aderlass“ gehabt, jetzt fühle er sich nach dem Spenden ausgesprochen wohl. Auch der „Gesundheits-Check“, den er auf diese Weise mehrmals im Jahr erhalte, sei ein großer Vorteil. Er spende gemeinsam mit seiner Frau Marion Blut, die für 50 Mal spenden geehrt worden war. Der Blutspendetag sei ein besonderer Tag. Man treffe die Anderen und zum Abschluss gebe es einen kleinen Imbiss und dabei ein wenig Zeit für Gespräche.

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