Vor allem im Fußball wächst der TSV Tettnang

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Annette Rösler

Wahlen und Ehrungen sind im Mittelpunkt der ordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Tettnang gestanden.

Geschäftsführer Harald Franzen blickte zunächst auf Geschehnisse des Jahres 2018 zurück. Der Verein zählte zum Jahresabschluss 2698 Mitglieder, was ein Plus von 49 Mitgliedern bedeutet. 1300 vereinsgebundene Sportler gehören zum TSV Tettnang. Da die Abteilung Fußball den größten Zulauf zu verzeichnen hat, sei die Lärmbelästigung der Anwohner am Sportplatz ein nicht zu unterschätzendes Problem. Man wäre bereit den Standort zu wechseln, was auch der Stadt bekannt sei. Das Areal Riedsportplatz sei nicht mehr ausreichend, Umkleidekabinen und Toiletten fehlten. Auch die Sportflächen am Manzenberg seien wegen der maroden Kabinen nicht ideal. Bei einer Demonstration vor dem Rathaus für eine Sporthalle hätten sich viele Teilnehmer eingefunden. Zu Bürgermeister Bruno Walter sagte Franzen: „Das 175-jährige Jubiläum des TSV im Jahr 2023 sollte in der neuen Sporthalle gefeiert werden.“ Man einigte sich darauf, weiterhin im Gespräch zu bleiben.

Kassierer Eduard „Eddy“ Miller informierte über eine positive Finanzlage, Beanstandungen der Kassenprüfer Hans-Dieter Hirsch und Gerhard Eschrich gab es nicht.

Einblicke in die 13 Abteilungen des TSV gaben anschließend deren Leiter. „Die Fechter können auf viele sportliche Erfolge zurückblicken, die Jugend entwickelt sich gut, man hofft sehr auf Verbesserungen in der neuen Sporthalle“, sagte Ludwig Stolberg. Siegfried Brugger blickte auf den 30. Silvesterlauf voraus, für den man sich einiges Neues ausgedacht habe. „Bei der Abteilung Fußball läuft alles rund, es gibt tolle Ergebnisse bei Mädchen und Jungs“, lobte Christian Rasch. Auch Handball, Leichtathletik und Tischtennis sind gut aufgestellt. Die Tennisplätze würden von den 66 Mitgliedern gut genutzt, sagte Gerhard Fischer. „Die Abteilung Turnen platzt aus allen Nähten. Da die Turnhalle in der Weinstraße zu klein ist, wird es einen Aufnahmestopp geben müssen“, berichtete Oliver Schneider. Seit einigen Monaten neu dabei ist die Abteilung Klettern. Die Gründer Norbert Traub und Marc Rode zeigten sich dankbar, dass sie die Kletterwand an der Manzenberg-Schule nutzen können. Eine Kletterwand in der neuen Sporthalle wäre aus ihrer Sicht ideal, dann müsste im Winter nicht pausiert werden. Die Abteilungen Basketball, Kampfkunst, Volleyball und der Reha-Freizeitsport zeigten sich mit ihrer Entwicklung ebenfalls zufrieden.

Nach dem Beschluss zur Anpassung des Mitgliedsbeitrags für den Hauptverein um zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder und der einstimmigen Entlastung wurde das bisherige Vorstandsteam im Amt bestätigt – Harald Franzen, Elke Schömezler, Thomas Belikan, Hans-Dieter Hirsch und Gerhard Eschrich. Neu gewählt wurde Jürgen Weißenrieder, der den Bereich Finanzen von Eddy Miller übernimmt.

Ehrungen:

34 Jahre lang war Eddy Miller beim TSV Tettnang im Bereich Finanzen tätig, Ende des Jahres tritt er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bürgermeister Bruno Walter lobte ihn nicht nur für sein Wirken beim TSV, sondern auch für unzählige weitere ehrenamtliche Engagements. Besonnenheit, Zuverlässigkeit und Kameradschaft seien die herausragenden Eigenschaften von Eddy Miller. Walter überreichte ihm die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg sowie die silberne Stadtmedaille der Stadt Tettnang. Einen besonders herzlichen Dank an Eddy Miller und seine Frau Anneliese sprachen auch Harald Franzen und Elke Schömezler aus: „Es fällt uns nicht leicht, Dich gehen zu lassen. Danke für Euren Beitrag, die Rahmenbedingungen für den Sport in Tettnang so viele Jahre mitgestaltet zu haben.“

In der Versammlung wurden auch weitere Vereinsmitglieder geehrt. Die Ehrennadel in Bronze erhielt Gerhard Fischer, die Ehrennadel in Silber erhielten Bernd Neumann und Niklas Wolf. Über die Ehrennadel in Gold dürfen sich Wolf-Rüdiger Schepkowski und Siegfried Merath freuen. Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Siglinde Roman für ihre langjährige Führungsrolle im Tennis.

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