Von Biberschäden bis zu Knochen auf dem Friedhof: Unterwegs mit den Mitarbeitern des Bauhofs

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 Auf dem Friedhof erneuern die Bauhofmitarbeiter die Wege – hin und wieder kommt es vor, dass bei den Arbeiten ein Knochen ausge
Auf dem Friedhof erneuern die Bauhofmitarbeiter die Wege – hin und wieder kommt es vor, dass bei den Arbeiten ein Knochen ausgegraben wird. (Foto: Selina Erath)
Selina Erath

Sie rücken an, wenn ein Kanal verstopft ist, reparieren Schaukeln auf dem Spielplatz und räumen im Winter den Schnee von den Straßen – die Mitarbeiter des Tettnanger Bauhofs haben einen äußerst vielseitigen Arbeitsalltag. Rund 39 Mitarbeiter sind aktuell beim Bauhof beschäftigt. Ihr Arbeitstag beginnt in der Regel um sieben Uhr morgens. Dann geht es zu den unterschiedlichen Einsatzorten: zu einer Straße, auf der eine neue Beschilderung aufgestellt werden muss, zu einer Grünanlage, die Pflege braucht – oder auch mal auf den Friedhof.

Dort ist auch Hermann König zugange und passt die Länge der Beetumrandungen an den Gräbern an. Damit, dass bei der Arbeit auf dem Friedhof auch mal ein Kochen ausgegraben wird, habe er keine Probleme, erzählt er.

Doch es gebe auch Kollegen, die sich damit nicht so leicht tun. Da jedoch aktuell nur die Wege erneuert würden und dabei nicht allzu tief gegraben werde, komme so etwas eher selten vor. Eigentlich ist König gelernter Bäcker, doch er arbeitet bereits seit 22 Jahren auf dem Bauhof in Tettnang.

Rund sieben Mitarbeiter sind mit den Arbeiten auf dem neuen Friedhof in Tettnang beschäftigt. Bereits im vergangenen Jahr wurden dort umfangreiche Änderungen vorgenommen, die nun fortgeführt werden. Eine neue Hangbefestigung sei angelegt worden, leere Gräber seien mit Erde aufgefüllt und bepflanzt worden, zählt Bauhofleiter Bastian Eberl auf.

Weil sich einige Steinplatten auf den Wegen abgesenkt hätten und dadurch Stolperfallen entstanden seien, müssten diese neu angelegt werden. Auch eine Wand am Friedhofsgebäude müsse freigelegt werden, dort gebe es Probleme mit Feuchtigkeit, so Eberl.

Zwei Biber halten Bauhofmitarbeiter auf Trab

Friedhofsbesucher würden meist positiv auf die Arbeiten reagieren, berichten die Bauhofmitarbeiter. Oft gebe es dankende Worte für die neuen Wege. Häufig seien es auch Bürger, die die Bauhofmitarbeiter auf Probleme aufmerksam machen oder Wünsche äußerten, die die Mitarbeiter dann zu berücksichtigen versuchten.

Biber wandert durch Aulendorf
Aulendorf - Morgens halb zehn in Aulendorf und in der Ingwerstraße ist ein Biber unterwegs. Das mag skurril klingen, ist von Sonja Haile aber genau so beobachtet worden. Die Aulendorferin greift geistesgegenwärtig zum Handy und nimmt den außergewöhnlichen Besucher auf. Mittlerweile kursieren vom Biber in Aulendorf mehrere Videos in sozialen Netzwerken.

Immer wieder gibt es Besonderheiten, die die Mitarbeiter zusätzlich zu ihren üblichen Aufgaben auf Trab halten – wie zum Beispiel zwei Biber, die sich im vergangenen Jahr in Tettnang angesiedelt haben. Um eine Überflutung der Gebiete um den Biberbau zu verhindern, mussten die betroffenen Stellen regelmäßig kontrolliert und vor Regen zurückgebaut werden.

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