„Viel lieber als viele Worte, ist mir eine Himbeertorte“

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Viel Applaus macht die Seniorennachmittage aus – so auch in Kau.
Viel Applaus macht die Seniorennachmittage aus – so auch in Kau. (Foto: annette Rösler)
Annette Rösler

In der Halle der Diakonie Pfingstweid in Kau haben die Senioren am Samstag einen unterhaltsamen Nachmittag erlebt. Ortsvorsteher Joachim Wohnhas begrüßte die zahlreichen Gäste, das musikalische Unterhaltungsprogramm eröffnete „Sentro“ unter Leitung von Kerstin Hesse. Die Gruppe aus Pfingstweid animierte die Gäste mit ihren Trommeln zum Mitklatschen und -singen. Der Name „Sentro“ bedeutet „Seniorentrommeln“, wie Hesse erklärte, der älteste Trommler ist 90 Jahre alt.

„Klasse, wie Sie das machen“ lobte Bürgermeister Bruno Walter, der im Anschluss das Wort ergriff. Er freue sich, dass es mittlerweile nicht nur in der Kernstadt, sondern in allen Ortschaften Seniorennachmittage gäbe. Walter dankte allen Teams, die mitgeholfen hatten, die Veranstaltung zu organisieren. Er sprach über kommunalpolitische Themen und meinte, alle Investitionen, die für Wohnraum, Kindergärten, Schulen etc. getätigt würden, seien Investitionen für die Zukunft. Sein Appell an die Gäste: „Um etwas zu bewegen, bitte ich Sie, bei den anstehenden Kommunalwahlen und der Europawahl Ihre Stimme abzugeben.“

Joachim Wohnhas eröffnete das reichhaltige Kuchenbüfett, ehe der Männerchor Kau, unter Leitung von Ehrendirigent Guntram Bohler, mit Liedern zum Anstoßen und zur Geselligkeit, für passende wohltuende Klänge sorgte. Die Sänger wurden mit einem ausgiebigen Applaus bedacht und dankten mit einer Zugabe.

Recht kurz hielt sich Pfarrer Thomas Wagner von der Martin Luther Kirchengemeinde mit einem Blick aufs Kuchenangebot: „Viel lieber als viele Worte, ist mir eine Himbeertorte.“ Doch die Bitte um Gottes Segen und ein gemeinsam gesungenes Lied durften natürlich nicht fehlen. Siegfried Brugger, seit 2018 Vorsitzender des Stadtseniorenrats, meinte dann, da er nicht so begabt fürs Singen sei, wollte er kurz seine Person vorstellen. Er sei in Laimnau und auch in Kau zu Hause, da seine Partnerin, Maria Schneider dort lebt. Er bat die Senioren, sich mit Wünschen und Belangen jederzeit an die Seniorenräte zu wenden und wies auf das monatliche Treffen im Hotel Ritter hin.

Der bekannte Chor „GehörGäng“ unter Leitung von Eva Frisch, beendete den musikalischen Reigen mit einer vergnüglichen Mischung aus Modernem und Vergangenem sowie mit originellen Kostümen und Theatereinlagen. Ein Fahrkartenautomat, der Männer bevorzugt, ein Lied auf den Wein und eines für das „Rauchverbot“, begeisterten die Gäste. Bei „Schuld war nur der Bossa Nova“ und Oohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ wurde lebhaft mitgesungen. Nach einem Riesenapplaus bot das Ensemble noch als Zugaben den „Kriminaltango“ und das Volkslied „Nun leb wohl du kleine Gasse“. Bei Saitenwürstchen und Getränken hatten die Gäste noch reichlich Zeit, sich in Gesprächen auszutauschen.

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