Viel Interesse am Haus der Pflege Dr. Moll

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 Einige Hundert Interessierte kamen zum Tag der offenen Tür ins Haus der Pflege Dr. Albert Moll.
Einige Hundert Interessierte kamen zum Tag der offenen Tür ins Haus der Pflege Dr. Albert Moll. (Foto: sig)
Siegfried Großkopf

Das Interesse am Haus der Pflege Dr. Albert Moll in der Pestalozzistraße ist riesengroß. Keinen anderen Schluss lässt der Andrang beim Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag zu. Hunderte Besucher drängten schon am Vormittag in das aktuellste fertige Angebot der Stiftung Liebenau Leben im Alter gemeinnützige GmbH, das ab Mai bezogen wird.

Geschäftsführer Alexander Lahl und Hausleiter Norbert Schuster empfingen die Gäste, die anschließend von Mitarbeiterinnen der Stiftung in Gruppen durch die Einrichtung geführt wurden und dabei viele Fragen zu beantworten hatten. Anschließend konnten die Besucher den gemeinschaftlichen Wohn- und Essbereich in Anspruch nehmen, um sich bei Kaffee und Kuchen oder Saitenwürstchen zu stärken.

Unter anderem 23 Bewohner des Franziskuszentrums in Friedrichshafen ziehen ab Mitte Mai nach Tettnang. Ob nur übergangsweise für die Zeit der dortigen Sanierungsarbeiten oder länger, ist offen. Knapp 9,5 Millionen Euro nahm die Stiftung für das Haus der Pflege in die Hand. Zu den 9,7 Millionen Euro Investitionskosten gab das Deutsche Hilfswerk einen Zuschuss von 250 000 Euro.

Das lichtdurchflutete Gebäude bietet 45 Einzelzimmer mit eigenem Bad, aufgeteilt in drei Wohn- und Pflegegemeinschaften mit jeweils einem gemeinschaftlichen Wohn- und Essbereich sowie einer Küche. Alle Zimmer sind mit Blick nach außen angeordnet. Außerdem gibt es zehn Appartements nach dem Konzept „Service-Wohnen“ mit eineinhalb oder zwei Zimmern, ausgestattet mit innovativen, technischen Assistenzsystemen, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind und im Alltag Unterstützung und Sicherheit bieten.

Nur noch einige Feinarbeiten sind von den Handwerkern zu erledigen, dann steht einem Bezug zunächst der Einzelzimmer nichts mehr im Weg, freut sich Geschäftsführer Alexander Lahl. Danach folgt der Einzug in die Appartements ab Juni/Juli.

Die Wohn- und Pflegegemeinschaft ist ein Angebot für eine 24-Stunden-Betreuung, das vor allem in kleineren Pflegeeinrichtungen oder einzelnen Wohnbereichen größerer Einrichtungen umgesetzt wird. Das Angebot des Service-Wohnens stellt eine Weiterentwicklung des Betreuten Wohnens dar. Hier finden Alleinstehende und Paare, die ein gewisses Maß an Hilfen benötigen und ihren Alltag weiterhin selbstbestimmt gestalten möchten, Geborgenheit, Sicherheit und Gemeinschaft. Bei der Gestaltung des Service-Wohnens wurde besonderes Augenmerk auf technisch ausgereifte Assistenzsysteme für ältere Menschen gelegt. Zur Grundausstattung gehört ein automatisch eingeschaltetes Weglicht, das in der Nacht für Orientierung sorgt und vor Stürzen schützen soll. Über eine Notruftaste kann ein ambulanter Pflegedienst kontaktiert werden, und die eingebauten Sensoren können auf Wunsch weitere Informationen wie eine außergewöhnlich hohe Bewegungsaktivität oder überdurchschnittlich lange Aufenthalte im Bad übermitteln.

Umgesetzt wird der Einsatz der Assistenzsysteme im Service-Wohnen durch die InHaus GmbH, die sich seit ihrer Gründung 2003 zu einem führenden Anbieter von innovativen Smart-Home- und Assistenzlösungen entwickelt hat.

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