Unmöglich ist bei Gott unmöglich

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 Rund 70 Jugendliche sind am Musical des Adonia-Projektchores beteiligt – am Ende gibt es viel Applaus für das junge Team.
Rund 70 Jugendliche sind am Musical des Adonia-Projektchores beteiligt – am Ende gibt es viel Applaus für das junge Team. (Foto: Sarah Rist)
Sarah Rist

Das biblische Musical „Isaac – So sehr geliebt“ ist am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle in Obereisenbach vom Adonia-Projektchor aufgeführt worden. Rund 70 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren waren Teil des deutschlandweit erfolgreichen Musicalcamps. Nach vier intensiven Probentagen ging es für die Teenager am Mittwoch auf Tournee – mit erstem Stopp in Obereisenbach.

Die Teenager nahmen das Publikum mit in die Zeit von Abraham, der bei einem Männerwochenende ein bisschen „Quality time“ mit seinem Sohn Isaak verbringen möchte. Was Isaak nicht weiß: Gott hat Abraham befohlen, seinen Sohn für ihn zu opfern. Mit einem Fahrrad ziehen die beiden los. Auf Isaaks Frage, was denn das Ziel ihrer Reise sei, antwortet Abraham: „Gott wird uns schon den Weg zeigen“ und erzählt, wie er schon einmal Gottes Beistand erfahren durfte.

Er berichtet, wie verzweifelt er und seine Frau Sara waren, als sie trotz Gottes Verheißung kein gemeinsames Kind bekommen konnten und wie Gott dann ein Wunder vollbrachte, als Sara im hohen Alter von neunzig Jahren doch noch einen Sohn gebar: Isaak. Umso mehr wird deutlich, wie viel dieser seinem Vater Abraham bedeutet und wie schwer es ihm fällt, Gottes Aufgabe zu erfüllen. Er fleht verzweifelt zu Gott: „Ich kann das nicht! Was soll das? Ich versteh’ das nicht!“

Mit Live-Band, Solisten und Chor singen die Jugendlichen Lieder, die von Gottvertrauen und Staunen, von Leid, Schmerz, Frust, Einsamkeit und Stress, aber auch von Freude und Leichtigkeit erzählen. Die kurzen Theaterszenen zwischen den Stücken sind dabei modern ausgelegt, authentisch dargestellt und kraftvoll umgesetzt.

Botschaft ans Publikum

Als Vater und Sohn auf einen Berg steigen und Isaak fragt: „Papa, wo ist denn nun das Opfertier?“ zerreißt es einem als Zuschauer beinahe das Herz. Irgendwann rückt Abraham mit der Wahrheit heraus: „Isaak, du bist es! Du bist das Opferlamm.“

In inneren Monologen werden Schmerz und Enttäuschung, die Abraham und Isaak in diesem Moment fühlen, deutlich. Doch gerade rechtzeitig greift Gott ein: „Tu dem Jungen nichts. Ich weiß jetzt, dass du Gott treu bist.“ Mit den Worten „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ aus dem Johannesevangelium geben die Jugendlichen dem Publikum eine stärkende Botschaft mit und ziehen eine Parallele zur Passionsgeschichte.

Nach dem Schlusslied „Unmöglich ist bei Gott unmöglich“ bedankt sich Campleiter Lothar Dopfer beim Veranstaltungsteam der Seelsorgeeinheit Argental, den Mitwirkenden und den Gastfamilien, die die Jugendlichen eine Nacht bei sich aufnahmen. Mit der Adonia-Hymne „Unser Land“ verabschiedete sich der Chor und zog unter mächtigem Applaus von der Bühne.

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