Unbekannte Gesichter im Götterhimmel

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 Kunsthistoriker Dr. Gerald Jasbar erläutert die Motive auf dem Tafelzimmer-Deckenbild im Neuen Schloss Tettnang.
Kunsthistoriker Dr. Gerald Jasbar erläutert die Motive auf dem Tafelzimmer-Deckenbild im Neuen Schloss Tettnang. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Thematisch passend: Die Grafen von Montfort ließen sich ein „Festmahl der Götter“ an die Decke ihres Tafelzimmers im Neuen Schloss malen. Am Dienstag, 17. September, erweckt der Kunsthistoriker Dr. Gerald Jasbar in seinem Vortrag diese spätbarocke Welt der Mythen und Geschichten zum Leben und lässt Zusammenhänge und Bedeutungen sichtbar werden, wie es in der Pressemitteilung des Veranstalters heißt.

Der Abend ist der erste der Herbsttermine der großen Vortragsreihe, die in diesem Jahr von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg zusammen mit der Gesellschaft Oberschwaben im Neuen Schloss Tettnang angeboten wird.

Der erste Vortrag der Herbststaffel steigt tief ein in die Vorstellungswelt des Barock, denn der Auftraggeber des großformatigen Deckenbildes wählte für sein Göttermahl eine ganz besondere Zusammensetzung der Figuren. Graf Franz-Xaver von Montfort ließ den Götterhimmel mit Gestalten bevölkern, die sich vom üblichen Kanon des beliebten Motivs der Tafelei im Olymp abhebt. Mit welcher Absicht wich der Montfort-Graf vom Üblichen ab? Welche Bedeutung verbirgt sich hinter den himmlischen Gästen im Tafelzimmer? Diesen Fragen geht der Vortrag nach.

Das Gemälde lohnt den aufmerksamen Blick: Geschaffen hat es Franz Martin Kuen aus Weissenhorn bei Ulm – ein herausragender Maler des oberschwäbischen Barock. Als Referent des Abends konnte Dr. Gerald Jasbar gewonnen werden. Der Kunsthistoriker hat viele Jahre am Ulmer Museum gearbeitet und geforscht.

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