Trio der Landjugend gewinnt das goldene Stimmrohr

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Mehrere Personen stehen auf einer Bühne. Darunter schauen viele Zuschauer auf sie
Silvia Kretz, Alfons Diemer und Andreas Möhrle von der Landjugend Obereisenbach-Krumbach setzen sich gegen die Konkurrenz durch und gewinnen das Stimmrohr 2019. (Foto: Johannes Kienzler)
Johannes Kienzler

„Peace, Love & Blasmusik“ – unter diesem Motto hat das diesjährige Pfingstfest des Musikvereins Krumbach gestanden, das wie immer zahlreiche Besucher angelockt hat.

Den Auftakt zum dreitägigen Festmarathon machte am Freitagabend die Band BlechXPress, die üblicherweise im gesamten süddeutschen Raum sowie in Österreich und der Schweiz auftritt. Das mache das Spielen vor Freunden und der Familie am Krumbacher Pfingstfest umso schöner, erzählte Alexander Baumann, Tubist der Band und erster Vorstand des Musikvereins Krumbach. Deutlich lauter wurde der Abend durch die Auftritte von 2-Takt Brass und Allgäu Brass, die der Menge ordentlich einheizten, ehe die Band Dorfkind den Abend auf einer kleinen Bühne inmitten der Besucher zum Abschluss brachte. Für seichtere Unterhaltung sorgten hingegen die Musikkapellen Eriskirch und Pfärrich sowie der Musikverein aus Althengstett, die beim Frühschoppen am Sonntag- und Montagvormittag volkstümliche Musik zum Besten gaben. Das musikalische Highlight des Fests war aber zweifelsohne der sonntägige Showabend der Krumbacher Musikanten, der traditionell mit der Verleihung des Goldenen Stimmrohrs einherging. Mit einem Mix aus volkstümlicher und moderner, rockiger Musik, gespickt mit Flower-Power Songs alla Nicole, begeisterten die Musikanten ihr Publikum.

Während das Programm am Freitagabend vorwiegend junge Leute anlockte, fanden am Sonntagabend auch viele alteingesessene Musikliebhaber ihren Weg in die Krumbacher Reithalle. So feierten Jung und Alt gemeinsam einen knallbunten Abend – eben voll im 68er-Style und frei nach dem Krumbacher Motto „Normal isch‘ andersch“. Dass das Pfingstfest längst Kultstatus erreicht hat, erkannte man also nicht nur an den langen Anreisewegen einiger Fans, sondern auch an der einzigartigen Stimmung, die bei der Verleihung des Goldenen Stimmrohrs traditionell ihren Höhepunkt erreichte.

Nicht mit Sieg gerechnet

„Wir haben nicht damit gerechnet, das Ding nochmal zu gewinnen“, sagte Silvia Kretz von der Landjugend Krumbach Obereisenbach, die gemeinsam mit Alfons Diemer und Andreas Möhrle mit dem Song „Stand By Me“ den Titel des Goldenen Stimmrohrs verteidigte. Ihre Konkurrenten waren unter anderem Jürgen Amann, alias „King Ami“, der bereits zum sechsten Mal dabei war, sowie das Duo Janis & Marie. Für ordentlich Stimmung sorgten auch Uli Harrer mit dem Schlagerhit „Cordula Grün“ und Gunther Böttinger vom Musikverein Althengstett, der kräftig von seinen Vereinskollegen unterstützt worden ist.

Bereits seit dem Frühjahr bereitete sich der Musikverein Krumbach auf das Pfingstfest vor. Sei es durch organisatorische Arbeiten, etwa im Ausschuss des „Show Teams“, das sich in diesem Jahr das Festmotto überlegt hat, oder in Form von Musik-, Tanz- und Gesangsproben. Unterstützt wird der Verein bei der Umsetzung des Fests von vielen Angehörigen und Anwohnern, aber auch andere Vereine sind involviert, wie die Landjungend Krumbach-Obereisenbach oder der SV Tannau. „Diese Hilfe beruht auf Gegenseitigkeit“, so Baumann. „Als Gegenleistung spielen wir zum Beispiel auf dem Funken der Landjugend.“ Das gute Verhältnis zu den anliegenden Vereinen zeigt sich auch darin, dass viele ihrer Mitglieder jedes Jahr selbst beim Pfingstfest mit dabei sind. Die Gemeinschaft, sie wird in Krumbach gelebt – auf und vor allem hinter der Bühne.

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